Es ist alles andere als ausgeschlossen, dass Florian Neuhaus und Borussia Mönchengladbach zur nächsten Saison getrennte Wege gehen. Diese Spielzeit hat aufgezeigt, wie unsicher der zumindest zwischenzeitliche Stammplatz des 29-jährigen Mittelfeldspielers bei der Fohlenelf inzwischen ist – und zwar unabhängig vom jeweiligen Cheftrainer.
Ein Problem jedoch: Durch die wenige Einsatzzeit konnte sich Neuhaus nicht für andere Vereine empfehlen. Doch genau dieses Interesse wird es brauchen, wenn er seinem äußerst lukrativen Vertrag mit rund vier Millionen Euro Jahresgehalt lossagen soll.
Polanski verschenkt keine Einsatzzeit – und kann dabei auch auf Schröder setzen
Auf entsprechende Nachfrage der Bild machte Eugen Polanski jedoch schon vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr) deutlich, dass er keine Einsatzzeit verschenken wird. Davon sei er "kein Freund", wie er erklärte: "Das ist für mich ein wichtiger Grundsatz, weil sich Einsatzminuten im Profifußball immer über Leistung im Training und im täglichen Arbeiten erarbeitet werden müssen. Am Ende geht es darum, dass die Entscheidungen sich an Leistung orientieren."
Neuhaus wird also nur dann aufspielen, wenn er sich das – aus der Startelf oder per Einwechslung – in den Augen von Polanski auch verdient hat. Bloß aus dem Grund, dass er sich vielleicht nochmal ins Schaufenster stellen kann, wird er nicht auf dem Platz stehen. Obwohl das vielleicht auch im Sinne der Borussia wäre.

Daher hakte die Bild auch noch bei Rouven Schröder nach, der als 'Head of Sports' über das jeweils nächste Spiel hinausschauen muss und sicherlich sehr erfreut wäre, sollten die vier Millionen Euro Gehalt für die nächste Saison eingespart werden können.
Schröder sprach zwar ganz grundsätzlich von einem "intensiven Austausch" mit Polanski, betonte jedoch im gleichen Atemzug: "Die alleinige Hoheit über die Aufstellung liegt immer beim Trainer. Er ist der Chef der Mannschaft. Etwas anderes fange ich auch gar nicht erst an."
Ungeachtet des inzwischen auch rechnerisch sicheren Klassenerhalts und des Wunsches, dass Neuhaus entweder nochmal zur Höchstform aufläuft oder dass das Gehalt durch einen Sommer-Abgang gespart werden könnte, ist also ein weiteres Mal mit einem Bankplatz für den Spielmacher zu rechnen. Von den letzten zwölf Liga-Spielen wurde er lediglich zweimal eingewechselt, ein weiteres Mal schaffte er es gar nicht erst in den Kader.
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