Die Ausgangslage war im Sommer eindeutig: Der FC Bayern wollte Sacha Boey verkaufen. Der Rechtsverteidiger kam im Winter 2024 für satte 30 Millionen Euro von Galatasaray, stellte sich aber schon nach kurzer Zeit als teures Missverständnis heraus. Angesichts seines Vertrags bis 2028 fand sich für den gut bezahlten Franzosen aber bislang kein Abnehmer.
In den Planungen von Trainer Vincent Kompany spielte Boey also keine Rolle mehr, an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen stand der 26-Jährige nicht einmal im Kader. Doch nun die plötzliche Wende: Beim 6:1-Sieg gegen RB Leipzig kam Boey in der 77. Minute für Min-jae Kim in die Partie.
Boey "gibt im Training 100 Prozent" - und erhält Vorzug vor Ito
Dass Boey immerhin eine gute Viertelstunde auf dem Feld steht, wäre bis vor kurzem noch undenkbar gewesen. Hinzu kommt, dass Kompany mit Hiroki Ito noch eine andere Option auf der Bank gehabt hätte, doch der Trainer zog Boey dem Japaner vor. Dies war offenbar eine Belohnung für die starken Trainingsleistungen des rechten Außenverteidigers.
"Das war schön! Min-jae hatte ein bisschen Probleme, deswegen musste er raus. Sacha gibt im Training 100 Prozent. Er schmeißt sich rein. Er weiß, seine Situation hier ist extrem schwer. Aber jetzt war er da. Der Trainer hat ihn belohnt für seine Trainingsleistungen. Und das ist halt schön", erklärte Sportvorstand Max Eberl nach der Partie.
Transfer-Plan bleibt für den Winter bestehen
Nichtsdestotrotz scheint sich an Boeys Gesamtsituation nichts geändert zu haben. Wie die Bild berichtet, besteht nach wie vor der Plan, den Spieler im Winter zu verkaufen. Die muntere Suche nach einem Abnehmer geht also weiter.
Bis dahin könnte Boey aber mit weiteren Kurzeinsätzen für sich werben. Schließlich geht es für die Bayern auch darum, den Marktwert des Franzosen ein wenig zu erhöhen, um zumindest nicht mit einem ganz so großen Transferminus aus der Sache rauszugehen.
