Platzverweis mit Folgen! Darum sah HSV-Verteidiger Elfadli die Rote Karte
Von Leonard Schmidt

Der HSV erwischte beim Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg einen perfekten Start in die zweite Halbzeit. Nach einer Ecke von Miro Muheim köpfte Luka Vušković in der 48. Minute zur Führung ein. Doch die Freude hielt nur wenige Minuten. In der 51. Minute leitete Daniel Elfadli mit einem unglücklichen Einsteigen die Wende ein.
Elfmeter und Gelb-Rot als Doppel-Strafe
Nach Ansicht von Schiedsrichter Timo Gerach traf Elfadli den sich Richtung Tor lösenden Lucas Höler am Fuß. Der Freiburger nahm den Kontakt an und ging mit viel Dynamik zu Boden. Auch wenn die Berührung nur minimal ausfiel, lässt sich aus Sicht des Unparteiischen argumentieren, dass sie ursächlich für den Sturz war. Entsprechend ist die Entscheidung auf Strafstoß zumindest vertretbar.
Da der Verteidiger bereits verwarnt war, zeigte der Referee folgerichtig die Gelb-Rote Karte. Für den HSV bedeutete das: Elfmeter gegen sich und fortan Unterzahl.
Vincenzo Grifo übernahm die Verantwortung für den SC Freiburg. Der Italiener verwandelte vom Punkt mit etwas Glück, da Daniel Heuer Fernandes noch am Ball war. Das 1:1 stellte nicht nur den Spielstand wieder her, sondern veränderte auch die Statik der Partie komplett.
Damit kassierte der HSV bereits den sechsten Platzverweis in dieser Saison, fünf davon nach Gelb-Rot. Spätestens bei solchen Zahlen stellt sich unweigerlich die Frage, ob das eigene Zweikampfverhalten nicht grundlegend hinterfragt werden muss, oder ob das Problem woanders liegt.
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