Pfiffe trotz Halbzeitführung: So reagieren die BVB-Stars & Trainer Kovac

Der BVB beendet die Hinrunde mit einem 3:0-Heimsieg gegen Werder. Zur Pause herrscht dennoch Ärger bei den Fans. Niko Kovac konnte die Pfiffe verstehen, ordnet aber auch ein.
Der BVB jubelt den Pfiffen der eigenen Fans zum Trotz
Der BVB jubelt den Pfiffen der eigenen Fans zum Trotz / SASCHA SCHUERMANN/GettyImages
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Mit einem am Ende deutlichen 3:0-Heimsieg gegen Werder Bremen hat Borussia Dortmund die Hinrunde auf Platz zwei beendet. Aufgrund einer Leistungssteigerung in Durchgang zwei ging der BVB-Erfolg auch in Ordnung. Nach Hälfte eins war die schwarzgelbe Pausenführung aber äußerst schmeichelhaft.

Die Kovac-Elf mühte sich häufig vergeblich um Kontrolle. Chancen der Hausherren waren Mangelware. Anders die Gäste aus Bremen, die allerdings gute Einschussmöglichkeiten liegen ließen.

Sabitzer über Pfiffe: "Weiß nicht, ob das hilfreich ist"

Quittiert wurde der BVB-Auftritt zur Pause mit deutlich hörbaren Pfiffen vom eigenen Publikum. Marcel Sabitzer, Torschütze zum 2:0, gefiel das gar nicht: "Klar war es nicht unser bestes Spiel. Es steht aber 1:0 zur Halbzeit, da weiß ich nicht, ob das hilfreich ist", monierte der Österreicher nach Schlusspfiff am Sky-Mikro. "Jeder hat das Recht dazu. Hinten raus haben sie uns dann aber gefeiert", fügte Sabitzer noch hinzu.

Keeper Gregor Kobel meinte zu den Pfiffen: "Ja, ich habe es gehört. Wenn du als Spieler auf dem Platz stehst, ist es nie schön, wenn Pfiffe kommen. Wenn du in Führung bist, noch weniger. Aber am Ende dürfen die Fans machen, was sie wollen. Ich bin jetzt nicht der, der ihnen den Mund verbietet. Schön fühlt es sich nicht an."

"Es geht in erster Linie um die A-Note, die B-Note kommt on top. Da können wir zulegen, das wissen wir."

Kovac über die Fan-Kritik (Sky)

Nico Schlotterbeck behauptete nach dem Spiel, er habe die Pfiffe "tatsächlich gar nicht mitbekommen". Der Verteidiger hatte den BVB per Kopf früh in Führung gebracht. Nach dem Heimsieg wollte er die akustische Kritik der Fans nicht großartig an sich ran lassen: "Mei, wir haben in der ersten Halbzeit nicht so gut gespielt. Jeder kann entscheiden, wie er will. Wir haben geführt zur Halbzeit, wir stehen auf dem zweiten Tabellenplatz."

Nach Hinrunde: BVB 11 Punkte besser als 24/25

In der Tat kann man der Borussia eine gute erste Saisonhälfte attestieren. Zumindest, was die Ausbeute betrifft. Rekordmeister Bayern scheint in dieser Spielzeit in einer anderen Liga zu agieren. Dahinter hat der BVB allersbeste Chancen auf Rang zwei.

Mit nun 36 Punkten steht Schwarzgelb um Welten besser da als noch in der Vorsaison. 24/25 hatte Dortmund die Hinrunde mit elf (!) Punkten weniger auf Rang zehn beendet. Im eigenen Stadion bleiben die Borussen zudem ungeschlagen. In acht Heimspielen hat man erst vier Gegentore kassiert und schon sechsmal zu Null gespielt.

Kovac fand Pfiffe "absolut berechtigt"

Dennoch empfand Niko Kovac die Pfiffe der Fans zur Halbzeit als "absolut berechtigt". Der BVB-Trainer erklärte: "Ich war auch nicht zufrieden, das habe ich in der Halbzeit der Mannschaft auch gesagt."

Gleichzeitig verwies Kovac auch auf die aktuelle Ausbeute im Vergleich zum Vorjahr: "Wenn man jetzt schaut, wo war der BVB letztes Jahr zu der Zeit: Jetzt haben wir 36 Punkte, das ist wahrscheinlich ein Vielfaches von dem, was wir letztes Jahr hatten."

Die Kritik an der Spielweise der Dortmunder bleibt aber auch nach dem Heim-Auftritt gegen Werder. Dessen scheint sich Kovac bewusst zu sein: "Wir reden über A- oder B-Note, aber wir sind Fußballer. Es geht in erster Linie um die A-Note, die B-Note kommt on top. Da können wir zulegen, das wissen wir."


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