Persönlicher "Man of the Match" gegen Leipzig: Kane mit Sonderlob für Teamkollegen

Der FC Bayern lag in Leipzig zur Pause zurück und stand kurz vor einem echten Problem. Am Ende drehte der Rekordmeister die Partie dennoch deutlich.
Bayern so gut wie nie?
Bayern so gut wie nie? / Inaki Esnaola/GettyImages
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Noch zur Halbzeitpause dachte man, dass das Spiel gegen Leipzig die erste Bundesliga-Niederlage der Bayern in dieser Saison werden könnte. Mit Blick auf die Statistiken war das 0:1 zur Pause sogar schmeichelhaft. RB Leipzig hatte mehrfach die Chance, die Partie deutlicher in die eigene Richtung zu lenken.

Doch wenn man Spieler wie Michael Olise, Joshua Kimmich und endlich wieder Jamal Musiala von der Bank bringen kann, ist ein Rückstand zur Pause kein unlösbares Problem. Dennoch sieht Bayerns Harry Kane keinen dieser Akteure als den eigentlichen Matchwinner. Auch wenn Musiala bei seinem Comeback direkt eine Vorlage lieferte, Kimmich wichtige Ruhe ins Spiel brachte und Olise an gleich vier der fünf Tore beteiligt war. Das Lob von Kane geht an den Spieler, der das knappe 0:1 zur Halbzeit überhaupt erst möglich machte.

39 Jahre und trotzdem Weltklasse

Obwohl Kane von der DFL zum Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde, sieht er Manuel Neuer als den wahren Mann des Spiels. "Er hat uns im Spiel gehalten, ist der Matchwinner", lobte Kane den Schlussmann in höchsten Tönen.

Wie bereits erwähnt, hatte Leipzig durchaus die Möglichkeit, die Partie bereits vor der Pause deutlicher zu gestalten. Schon in der vierten Minute besaß Leipzigs Romulo eine riesige Chance zur frühen Führung. Eine starke Fußabwehr von Neuer verhinderte jedoch Schlimmeres.

Auch wenn der Keeper beim anschließenden Führungstreffer der Leipziger durch Romulo chancenlos war, blieb er im weiteren Verlauf eine wichtige Stütze für die Bayern. In der 24. Minute vergab z.B. Antonio Nusa ein vielversprechendes Eins-gegen-eins mit Neuer, nicht zuletzt aufgrund der enormen Ausstrahlung des Torhüters.

Und auch nach der Bayern-Führung in der zweiten Hälfte war Neuer weiterhin entscheidend. Unter anderem zeigte er in der 72. Minute einen herausragenden Reflex gegen Yan Diomande, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Damit bewies Neuer einmal mehr, dass er trotz seiner respektablen 39 Jahre noch immer zu den besten Torhütern der Welt zählt.

Nicht nur Neuer überragend

Neben dem Keeper hatten jedoch auch weitere Bayern-Spieler großen Anteil daran, dass es am Ende nur bei einem Gegentor blieb. Sowohl Dayot Upamecano als auch Jonathan Tah zeigten eine äußerst stabile Leistung in der Defensive. Besonders der deutsche Verteidiger erhielt im Anschluss ein Sonderlob von Sportvorstand Max Eberl:

"Für mich ist Jonathan Tah der Spieler des Spiels, weil er entscheidende Duelle in der Defensive gewonnen hat, wo wir unorganisiert waren. Er hat den Ball gewonnen und sich intelligent positioniert - und er hat sogar ein Tor erzielt."

Auch wenn die Bayern am Ende erneut mit einem klaren Sieg nach Hause gingen, muss man in der Analyse festhalten, warum Neuer, Tah und Upamecano überhaupt so gefordert waren. In einem perfekten Bayern-Spiel müsste man nicht darüber sprechen, wie sehr der Torhüter seine Mannschaft im Spiel halten musste.


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