Vor dem anstehenden Heimspiel gegen RB Leipzig (Samstag,15:30 Uhr, Sky) gibt Werder-Trainer Daniel Thioune ein gemischtes Personal-Update inklusive einem möglichen Startelf-Comeback und einem Hoffnungsträger für den Saisonendspurt.
Im Bundesliga-Abstiegskampf zählt jeder Punkt und die Personalsituation bleibt ein entscheidender Faktor. Immerhin gibt es vor dem Spiel auch positive Nachrichten aus Sicht der Grün-Weißen.
Lynen vor Comeback - Verletztenliste bleibt lang
Cheftrainer Daniel Thioune kann wieder auf Senne Lynen bauen. Der Mittelfeldspieler steht nach einem überstandenen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich vor seinem Comeback und könnte direkt in die Startelf rücken. "Senne Lynen würde ich aktuell komplett für das Spiel gegen Leipzig einplanen", erklärte Thioune. "Wir warten die letzten Trainingseinheiten ab, aber bisher gab es kein negatives Feedback."
Anders gestaltet sich die Lage bei Jovan Milosevic, der nach anhaltenden Rückenproblemen zwar in den Kader zurückkehren könnte, für die Startelf aber noch keine Option ist. "Maximal zehn bis 15 Minuten sind drin", so Thioune. Auch bei Jens Stage bleibt es spannend: Nach seiner Erkrankung sei ein Einsatz ein "Kampf gegen die Zeit."
Weniger erfreulich ist die Situation bei den weiteren Verletzten. Mit Niklas Stark und Mitchell Weiser fehlen weiterhin wichtige Stammkräfte. Zudem fallen Karl Hein, Julian Malatini, Wesley Adeh, Maximilian Wöber und Keke Topp weiterhin aus.
Trotz Kritik am Gewicht: Boniface als Hoffnungsträger
Ein besonderer Fokus liegt auf Victor Boniface, der nach seiner Knie-OP die Reha erfolgreich in Leverkusen absolviert hat und nun wieder im Bremer-Training steht. Zwar räumt Daniel Thioune ein: "Er weiß auch, dass der körperliche Zustand vielleicht nicht optimal ist", dennoch sieht er großes Potenzial: "Wenn eine Flanke von außen reingeflogen kommt, dann spielen 300 Gramm oder drei Kilogramm keine Rolle."
Gerade mit Blick auf den Saisonendspurt traut Thioune dem Angreifer noch eine wichtige Rolle zu: "Dann kann es eher ein Gewinn für uns sein als ein Nachteil." Klar ist: Werder braucht im Kampf um den Klassenerhalt jede Option und Boniface könnte dabei noch zu einem entscheidenden Faktor werden.
