Beim FC Bayern München schien das leidige Thema auf der linken defensiven Außenbahn eigentlich seit Februar 2025 endgültig vom Tisch zu sein. Damals unterschrieb Alphonso Davies nach einem monatelangen Poker ein neues, bis 2030 datiertes Arbeitspapier.
Gut eineinhalb Jahre später deuten die Vorzeichen jedoch plötzlich in eine ganz andere Richtung: Ein vorzeitiger Abschied des Kanadiers ist laut neuesten Medienberichten keineswegs mehr ausgeschlossen.
Zweifel am Preis-Leistungs-Verhältnis
Wie der kicker berichtet, gehört der 25-Jährige an der Säbener Straße intern weiterhin zu den möglichen Verkaufskandidaten. Der Hauptgrund für dieses Umdenken ist die extrem hohe Verletzungsanfälligkeit des pfeilschnellen Außenspielers. Seit seiner Vertragsverlängerung stand Davies in lediglich 16 Bundesliga-Partien auf dem Rasen. Ein Kreuzbandriss im Frühjahr 2025 sowie hartnäckige muskuläre Folgeprobleme warfen ihn immer wieder zurück.
Da der kanadische Nationalmannschafts-Kapitän gleichzeitig mit einem geschätzten Jahresgehalt von 15 bis 20 Millionen Euro zu den absoluten Spitzenverdienern im Kader gehört, stellen die Klubbosse das Preis-Leistungs-Verhältnis mittlerweile offenbar ernsthaft infrage. Sollte im Sommer ein lukratives Angebot in München eintreffen, wäre die sportliche Führung demnach absolut gesprächsbereit.
Davies will bleiben – Abnehmersuche wird zur Herkulesaufgabe
Dass es tatsächlich zu einem Transfer kommt, darf jedoch bezweifelt werden. Davies selbst lässt intern durchblicken, dass er keinerlei Wechselabsichten hegt und stattdessen an seinem hoch dotierten Vertrag in München festhalten möchte. Die Verantwortlichen um Sportvorstand Max Eberl sind sich der verzwickten Lage laut kicker vollends bewusst und schätzen es selbst als "schwer bis unmöglich" ein, bei diesem enormen Salär überhaupt einen Abnehmer zu finden. Als realistische Interessenten gelten demnach fast nur noch finanzstarke Klubs aus Saudi-Arabien.
Mögliche Alternativen stehen bereits im Fokus
Während Davies aktuell aufgrund einer erneuten Oberschenkelblessur zum Zuschauen verdammt ist, das heutige DFB-Pokalfinale verpasst und in enger Absprache mit den Münchner Ärzten sogar um die Teilnahme an der Heim-WM im Sommer bangen muss, scannen die Bayern bereits den Markt nach potenziellen Nachfolgern.
Um künftig wieder mehr Planungssicherheit auf der linken Abwehrseite zu haben, befasst sich der deutsche Rekordmeister dem Vernehmen nach bereits mit Alternativen wie Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt sowie Josko Gvardiol von Manchester City.
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