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Palacios vor Wechsel? Darum könnte Bayer seinen nächsten Star verlieren

Der Argentinier strebt offenbar den nächsten Karriereschritt an – dabei könnte auch ein finanzieller Faktor eine wichtige Rolle spielen.
Zieht es Exequiel Palacios nach England?
Zieht es Exequiel Palacios nach England? | Lars Baron/GettyImages

Die Zukunft von Exequiel Palacios bleibt eines der spannendsten Transfer-Themen bei Bayer 04 Leverkusen. Nachdem zuletzt bereits bekannt geworden war, dass der Argentinier einen Wechsel anstrebt (90min berichtete), sind nun weitere Details zu den Hintergründen aufgetaucht. Demnach könnte neben seinen sportlichen Ambitionen auch eine spürbare Gehaltseinbuße eine Rolle bei den Wechselgedanken spielen.

Champions-League-Klausel greift

Palacios soll seinem Berater bereits signalisiert haben, dass er den nächsten Karriereschritt gehen möchte. Als Wunschziel gilt weiterhin die Premier League. Zwar gab es zuletzt Interesse von Aufsteiger Ipswich Town, der 27-Jährige sieht seine Zukunft jedoch offenbar bei einem europäischen Spitzenklub. Ein konkretes Angebot liegt bislang allerdings noch nicht vor.

Wie die Bild nun berichtet, verdient Palacios seit Beginn der neuen Saison rund 25 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Hintergrund ist eine Klausel in seinem bis 2030 laufenden Vertrag, den er im vergangenen Oktober unterschrieben hatte. Zwar machte ihn die Verlängerung zu einem der Spitzenverdiener der Werkself, allerdings ist ein Teil seines Gehalts an die Teilnahme an der Champions League gekoppelt.

Da Bayer in dieser Saison in der Europa League antritt, reduziert sich sein Jahresgehalt von rund sieben auf etwa 5,25 Millionen Euro brutto. Damit entgehen dem Weltmeister laut dem Bericht rund 1,75 Millionen Euro. Solche leistungs- und erfolgsabhängigen Bestandteile sind bei zahlreichen Bayer-Profis Teil der Verträge.

Wechsel weiter möglich - wie reagiert Bayer?

Sportchef Simon Rolfes verfolgt die Situation dennoch gelassen. "Es gibt auch in diesem Jahr Interesse an Pala", erklärte der 44-Jährige zuletzt. Da Palacios noch bis 2030 unter Vertrag steht, befindet sich Bayer in einer komfortablen Verhandlungsposition. Sollte jedoch ein europäischer Spitzenklub die geforderte Ablösesumme von mehr als 40 Millionen Euro auf den Tisch legen, könnte ein Abschied durchaus Realität werden.

Für die Werkself wäre das nach Alejandro Grimaldo der nächste schmerzhafte Verlust eines der letzten verbliebenen Leistungsträger aus der Double-Mannschaft von 2023/24. Sportlich wäre Palacios im zentralen Mittelfeld nur schwer zu ersetzen. Der Argentinier zählt seit Jahren zu den konstantesten Leistungsträgern der Leverkusener und gilt als wichtigster Sechser im Kader.

Hinzu kommt, dass Neuzugang Kennet Eichhorn aufgrund einer Stoffwechselerkrankung langfristig ausfällt. Im zentralen Mittelfeld stünden Trainer Carles Martinez damit im Wesentlichen nur noch Robert Andrich, Aleix Garcia und Equi Fernandez zur Verfügung – wobei insbesondere Andrich und Fernandez in der vergangenen Saison ihrer Bestform weitgehend hinterherliefen.

Ein Abgang von Palacios würde Bayer deshalb nicht nur sportlich empfindlich treffen, sondern könnte die Verantwortlichen auch dazu zwingen, kurz vor Transferschluss noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden.


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