Am letzten Spieltag der Premier-League-Saison 2025/26 fielen die letzten großen Entscheidungen und emotional wurde es dabei ebenfalls. Während der FC Arsenal offiziell den Meisterpokal überreicht bekam, standen bei Manchester City und dem FC Liverpool die Abschiede mehrerer Vereinslegenden im Mittelpunkt.
Gleichzeitig fiel die Entscheidung im Kampf um die Torjägerkanone sowie im dramatischen Abstiegskampf zwischen den Tottenham Hotspur und West Ham United. Außerdem wurden am letzten Spieltag auch die letzten internationalen Plätze für die Europa League und Conference League vergeben.
Arsenal back on top
Erstmals seit der legendären "Invincibles"-Saison 2003/04 ist der FC Arsenal wieder englischer Meister. In einer überragenden Spielzeit sicherte sich das Team von Mikel Arteta mit 85 Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 71:27 den Premier-League-Titel.

Bereits am vorletzten Spieltag stand die Meisterschaft endgültig fest, nachdem Manchester City bei Bournemouth nicht über ein 1:1 hinauskam. Beim abschließenden 2:1-Auswärtssieg bei Crystal Palace erhielten die Gunners nun unter großem Jubel offiziell den Meisterpokal.
Komplett perfekt könnte die Saison für Arsenal allerdings erst am kommenden Wochenende werden: Im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain haben die Londoner nun sogar noch die Chance auf das historische Double.
Tottenham hält die Klasse - West Ham abgestiegen
Im Abstiegskampf sicherten sich die Tottenham Hotspur am letzten Spieltag doch noch den Klassenerhalt. Nach einer insgesamt desolaten Saison machten die Spurs mit einem 1:0-Heimsieg gegen den FC Everton den Verbleib in der Premier League perfekt.
Noch vor wenigen Wochen schien der Gang in die Championship beinahe unausweichlich, doch dank eines furiosen Schlussspurts rettete sich Tottenham am Ende noch auf Platz 17.
Bitter verlief der letzte Spieltag dagegen für West Ham United. Der Conference-League-Sieger von 2023 siegte zuhause gegen Leeds United mit 3:0 und muss trotzdem den schweren Gang in die zweite englische Liga antreten. Auf die Spurs fehlten am Ende lediglich zwei Punkte.
Emotionale Abschiede in Liverpool und Manchester
In Liverpool wurden beim 1:1 gegen Brentford noch einmal alle Beteiligten besonders sentimental. Vereinslegenden Mohamed Salah und Andrew Robertson verabschiedeten sich nach fast einem erfolgreichen Jahrzehnt von den Reds und wurden an der Anfield Road gebührend gefeiert.
Salah setzte dabei sogar noch einmal ein letztes sportliches Ausrufezeichen und lieferte seinen finalen Assist im Trikot des FC Liverpool.
Der Ägypter prägte über Jahre eine ganze Ära in Liverpool und zählt längst zu den größten Spielern der Klubgeschichte und belegt Platz drei der ewigen Torschützenliste des Vereins mit 257 Treffern. Sportlich rundeten die Reds den besonderen Tag mit der Qualifikation für die kommende Champions-League-Saison perfekt ab.

Bei Manchester City standen am letzten Spieltag vor allem die emotionalen Abschiede von Pep Guardiola, Bernardo Silva und John Stones im Mittelpunkt. Guardiola prägte seit 2016 die erfolgreichste Epoche der Vereinsgeschichte und gewann mit City insgesamt 20 Titel – darunter sechs Premier-League-Meisterschaften sowie die Champions League 2023.
Auch Bernardo Silva und John Stones gehörten über Jahre zu den absoluten Schlüsselspielern der Skyblues und verabschiedeten sich unter großem Applaus der Fans aus Manchester. Trotz der abschließenden 1:2-Niederlage gegen Aston Villa wurde es im Etihad Stadium deshalb noch einmal extra emotional.

Chelsea verpasst Europa - Sunderland sensationell europäisch
Im Kampf um die europäischen Plätze ging es am letzten Spieltag besonders spannend zu. Dem AFC Bournemouth reichte ein 1:1 bei Nottingham Forest, um Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für die Europa League perfekt zu machen.
Begleitet werden die Cherries dort ausgerechnet vom Sensationsteam AFC Sunderland. Der Aufsteiger krönte seine herausragende Saison mit einem 2:1-Heimsieg gegen den FC Chelsea und sicherte sich dadurch Platz sieben.
Für die Blues endete die Saison dagegen in einer großen Enttäuschung: Durch die Niederlage rutschte Chelsea noch auf Rang zehn ab und verpasste das internationale Geschäft komplett. Eine enorme Herausforderung, der sich Ex-Leverkusen-Coach Xabi Alonso zur neuen Saison stellen muss. Platz acht und damit die Teilnahme an der Conference League ging schließlich an Brighton & Hove Albion.
Haaland und Fernandes schreiben Premier-League-Geschichte
Erling Haaland krönte sich erneut zum Torschützenkönig der Premier League und das, obwohl der Norweger am letzten Spieltag nicht einmal im Kader der Citizens stand. Mit 27 Treffern sicherte sich der Stürmer bereits zum dritten Mal die Auszeichnung als bester Torjäger der englischen Topliga. Häufiger gelang das bislang nur Arsenal-Legende Thierry Henry, der insgesamt viermal Premier-League-Torschützenkönig wurde.
Auch Bruno Fernandes schrieb am letzten Spieltag Geschichte: Beim 3:0-Auswärtssieg von Manchester United bei Brighton lieferte der Portugiese seine 21. direkte Torvorlage der Saison und brach damit den bisherigen Assist-Rekord von Kevin De Bruyne und Thierry Henry. Damit sorgten zwei der größten Offensivstars der Liga zum Saisonabschluss noch einmal für historische Bestmarken.
Alle Entscheidungen und Rekorde im Überblick:
Englischer Meister: FC Arsenal
Champions League: Manchester City, Manchester United, Aston Villa, FC Liverpool
Euro League: AFC Bournemouth, AFC Sunderland
Conference League: Brighton & Hove Albion
Absteiger: West Ham United, FC Burnley, Wolverhampton Wanderers
Torschützenkönig: Erling Haaland (27)
Assist-Rekord: Bruno Fernandes (21)
