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Ohne CL droht der Aderlass: Diese Bayer-Stars wackeln

Die Werkself geht nicht nur sportlich, sondern auch personell mit ordentlich Druck in die letzten Saisonspiele.
Simon Rolfes könnte im Sommer unter Umständen einen weiteren Umbruch stemmen müssen
Simon Rolfes könnte im Sommer unter Umständen einen weiteren Umbruch stemmen müssen | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Nach der erfolgreichsten Phase der Vereinsgeschichte ist Bayer 04 Leverkusen wieder in der Bundesliga-Realität angekommen. Drei Spieltage vor Saisonende steht die Werkself mit 55 Punkten auf Rang sechs und muss um die Qualifikation für die Champions League bangen.

Der Rückstand auf Platz vier beträgt zwar nur zwei Zähler, doch Leverkusen ist auf Patzer der Konkurrenz angewiesen. Zudem warten mit RB Leipzig, dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV anspruchsvolle Aufgaben im Saisonendspurt.

Ein Verpassen der Königsklasse hätte weitreichende Folgen: Neben erheblichen finanziellen Einbußen drohen auch personelle Konsequenzen, da einige Leistungsträger ihre Zukunft überdenken könnten. Welche Spieler dabei besonders im Fokus stehen, zeigen wir euch.

Diese Spieler sollten gehen:

1. Alejandro Grimaldo

Alejandro Grimaldo
Alejandro Grimaldo | DeFodi Images/GettyImages

Bayers Lebensversicherung könnte im Sommer vor dem Abschied stehen. Sollte die Werkself die Champions League verpassen, gilt Alejandro Grimaldo als der wahrscheinlichste Abgangskandidat. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, doch der Spanier hatte in der Vergangenheit mehrfach angedeutet, dass er sich eine Rückkehr in seine Heimat wünscht. Ausgerechnet dort hat er in seiner Profikarriere bislang noch nie gespielt.

Vor allem der FC Barcelona soll großes Interesse zeigen, auch Vereine wie AC Mailand und Besiktas wurden zuletzt gehandelt. Ein Abgang würde Leverkusen sportlich hart treffen: Als Vize-Kapitän kommt Grimaldo auf starke 74 Torbeteiligungen in 142 Pflichtspielen. Dennoch sollte der Klub seinem Double-Helden am Ende keine Steine in den Weg legen.

2. Malik Tillman

Malik Tillman
Malik Tillman | DeFodi Images/GettyImages

Bayers 35-Millionen-Mann könnte sich im Sommer bereits nach nur einer Saison wieder verabschieden. Mit großen Erwartungen nach Leverkusen gewechselt, blieb Malik Tillman bislang hinter den Hoffnungen zurück. In 39 Pflichtspielen stehen lediglich acht Treffer und eine Vorlage zu Buche, auch wenn ein Großteil seiner Scorerpunkte in der Champions League zustande kam.

Zuletzt fand sich der Offensivspieler häufiger auf der Bank wieder und soll kein einfaches Verhältnis zu Trainer Kasper Hjulmand haben. Tillman strebt offenbar nach mehr Spielzeit auf höchstem Niveau. Sollte diese Perspektive in Leverkusen ausbleiben, könnte ein Wechsel, etwa in die Premier League, zum Thema werden. Laut Bild zeigen unter anderem Brentford und der FC Fulham Interesse.

Auch sie könnten gehen:

3. Equi Fernandez

Equi Fernandez
Equi Fernandez | DeFodi Images/GettyImages

Der Argentinier war erst im vergangenen Sommer aus der Saudi Pro League zur Werkself gewechselt, konnte die Erwartungen bislang jedoch nicht erfüllen. Ähnlich wie Tillman kam auch er nicht auf die erhoffte Einsatzzeit und ist im zentralen Mittelfeld hinter Aleix Garcia und Exequiel Palacios aktuell nur die dritte Option.

Für Aufsehen sorgte zudem eine Szene in Dortmund, als er eine Einwechslung verweigerte. Seine Hoffnungen, sich in Leverkusen auf europäischem Topniveau zu etablieren, haben sich damit bislang nicht erfüllt. Entsprechend erscheint ein Abgang zu einem Klub mit klaren Champions-League-Ambitionen durchaus realistisch.

4. Christian Kofane

Christian Kofane
Christian Kofane | DeFodi Images/GettyImages

Der 19-jährige Kameruner wechselte im Sommer aus der zweiten spanischen Liga nach Leverkusen und wusste schnell zu überzeugen. Mit seiner körperlichen Präsenz, Dynamik und Abschlussstärke setzte er früh Akzente. In 42 Pflichtspielen steuerte er starke sieben Tore und acht Vorlagen bei. Eigentlich als Backup für Patrik Schick eingeplant, spielte er sich zwischenzeitlich sogar vor dem Tschechen in den Fokus. Sportlich gibt es für die Werkself kaum Gründe, das vielversprechende Talent abzugeben.

Dennoch könnte ein Transfer zur Frage der Ablösesumme werden. Gerade im Falle einer verpassten Champions-League-Qualifikation könnte ein Verkauf finanziell reizvoll sein. Laut Bild sollen neben dem FC Bayern vor allem der FC Arsenal großes Interesse zeigen. Die Londoner könnten demnach bereit sein, bis zu 100 Millionen Euro für Kofane zu zahlen.

Unwahrscheinlich, aber möglich:

5. Exequiel Palacios

Exequiel Palacios
Exequiel Palacios | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Nach Alejandro Grimaldo wäre ein möglicher Abgang von Exequiel Palacios wohl der bitterste Verlust für die Werkself. Der Argentinier gilt als Publikumsliebling, Führungsspieler und echter Mentalitätsspieler. Seit seinem Wechsel Anfang 2020 kommt er auf 182 Pflichtspiele für Leverkusen und zählt zu den zweikampfstärksten Mittelfeldspielern der Bundesliga.

Rein sportlich hätte Palacios das Niveau für einen europäischen Topklub – wäre da nicht seine Verletzungsanfälligkeit. Die Werkself stand ihm in schwierigen Phasen stets zur Seite, was die enge Bindung erklärt. Erst im vergangenen Jahr verlängerte der 27-Jährige seinen Vertrag vorzeitig bis 2030. Ein Wechsel erscheint daher selbst bei einem möglichen Verpassen der Champions League eher unwahrscheinlich. Nur wenn Palacios sich entscheiden sollte, zum Höhepunkt seiner Karriere noch einmal eine neue Herausforderung auf höchstem Niveau zu suchen, könnte Bewegung in die Personalie kommen.


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