Offiziell: Chelsea trennt sich von Cheftrainer Enzo Maresca
Von Leonard Schmidt

Was sich in den Tagen zuvor angedeutet hatte, ist nun offiziell. FC Chelsea und Enzo Maresca haben die Zusammenarbeit beendet. Der Klub bestätigte die Trennung am Neujahrstag in einem öffentlichen Statement.
Offizielle Trennung trotz Erfolgen
In der Mitteilung würdigte Chelsea zunächst die sportlichen Erfolge unter Maresca: "Während seiner Zeit beim Klub führte Enzo die Mannschaft zum Gewinn der UEFA Conference League und der FIFA Klub-Weltmeisterschaft. Diese Ereignisse bleiben ein fester Bestandteil unserer Klub-Historie."
Gleichzeitig machte Chelsea deutlich, warum man sich dennoch für einen Trainerwechsel entschieden hat: "Mit weiterhin wichtigen Zielen in vier Wettbewerben, darunter die Qualifikation für die Champions League, sind Enzo und der Klub der Ansicht, dass ein Wechsel der Mannschaft die beste Chance gibt, die Saison wieder in die richtige Spur zu bringen."
Sportliche Entwicklung als Auslöser
Der Schritt kommt nicht völlig überraschend. In der Premier League gewann Chelsea zuletzt nur eines von sieben Spielen. Der Rückstand auf Tabellenführer Arsenal wuchs dadurch auf 15 Punkte an. Parallel dazu berichtete Sky Sport von angespannten Beziehungen zwischen Maresca und einflussreichen Personen innerhalb des Vereins. Die sportliche Stagnation und interne Reibung sorgten dafür, dass der Trainer zunehmend unter Druck geriet.
Dabei hatte Maresca zuvor für Stabilität gesorgt. Nach Jahren extremer Transferaktivität gelang es ihm, aus einem großen und planlos gebauten Kader eine funktionierende Mannschaft zu formen. Dennoch reichte diese Entwicklung scheinbar nicht aus, um das Vertrauen dauerhaft zu sichern.
Boehly bleibt seiner Linie treu
Die Entscheidung fügt sich in das bekannte Muster unter Klub-Eigentümer Todd Boehly ein. Auch in der Vergangenheit zeigte Chelsea wenig Geduld auf der Trainerbank. Thomas Tuchel wurde trotz Champions-League-Sieg entlassen, Graham Potter hielt sich nur wenige Monate. Nun trifft es auch Maresca, obwohl er internationale Titel vorweisen kann.
Chelsea verabschiedete sich mit den Worten: "Wir wünschen Enzo für seine Zukunft alles Gute." Wie es sportlich weitergeht und wer die Nachfolge antritt, ließ der Klub zunächst offen.
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