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Offiziell: Königsklasse statt 2. Liga - Wolfsburg kassiert nächste Millionen-Ablöse

Innenverteidiger Konstantinos Koulierakis verlässt den Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg und schließt sich dem italienischen Champions-League-Teilnehmer AS Rom an.
Konstantinos Koulierakis kehrt Wolfsburg nach dem Abstieg den Rücken und läuft künftig in der italienischen Serie A auf
Konstantinos Koulierakis kehrt Wolfsburg nach dem Abstieg den Rücken und läuft künftig in der italienischen Serie A auf | Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Der historische Abstieg des VfL Wolfsburg in die 2. Bundesliga fordert sein nächstes prominentes Kader-Opfer. Was sich in den vergangenen Wochen bereits als offenes Geheimnis abgezeichnet hatte, ist nun offiziell.

Konstantinos Koulierakis verlässt die Autostadt nach zwei Jahren. Der 22-jährige Innenverteidiger wechselt in die italienische Serie A und schließt sich dem Spitzenklub AS Rom an.

Bei den Giallorossi hat der griechische Nationalspieler am Wochenende erfolgreich den obligatorischen Medizincheck absolviert. Im Anschluss unterschrieb er in der Ewigen Stadt einen langfristigen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2031. Koulierakis wird in Rom künftig mit der Rückennummer 33 auflaufen.

Ein lukrativer Deal für die Wölfe

Trotz des bitteren Ganges in die Zweitklassigkeit dürfen sich die Niedersachsen zumindest über einen warmen Geldregen freuen. Dem Vernehmen nach überweist die Roma eine stattliche Fix-Ablöse von rund 17 Millionen Euro an den Mittellandkanal.

Durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen kann die Gesamtsumme sogar auf über 20 Millionen Euro ansteigen. Zudem sicherte sich der VfL laut übereinstimmenden Medienberichten eine lukrative Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 20 Prozent.

Ganz alleine darf Wolfsburg die Einnahmen jedoch nicht behalten. Koulierakis' Ex-Klub PAOK Saloniki, von dem der Abwehrspieler im Sommer 2024 für knapp 11,75 Millionen Euro nach Deutschland gewechselt war, partizipiert vertraglich bedingt ebenfalls mit 20 Prozent am erzielten Transfergewinn.

Sportdirektor Pirmin Schwegler äußerte sich in einer kurzen Vereinsmitteilung zum Abgang: "Wir wünschen Koulie für seine Zukunft sportlich wie privat alles Gute. Gleichzeitig möchten wir uns für seinen Einsatz für den VfL Wolfsburg bedanken.“

Von der 2. Bundesliga in die Champions League

Für Koulierakis ist der Wechsel nach Italien ein gewaltiger sportlicher Aufstieg. Statt Zweitliga-Tristesse in Deutschland wartet auf ihn nun die ganz große europäische Bühne.

Als Tabellendritter der abgelaufenen Serie-A-Saison hat sich die AS Rom für die Champions League qualifiziert. Unter Star-Trainer Gian Piero Gasperini möchte der talentierte Linksfuß nun den nächsten großen Entwicklungsschritt gehen.

In Roms favorisierter Dreierkette muss sich der 1,88-Meter-Hüne allerdings gegen namhafte Konkurrenz behaupten. Mit Gianluca Mancini, Mario Hermoso und dem Ex-Frankfurter Evan Ndicka warten absolute Top-Verteidiger im Kampf um die Stammplätze.

Als großes Vorbild in der Ewigen Stadt dürfte ihm derweil ein Landsmann dienen: Kostas Manolas reifte in Rom zwischen 2014 und 2019 zur echten Vereinslegende. Sein wuchtiges Kopfballtor gegen den FC Barcelona im Champions-League-Viertelfinale 2018 ist bei den Tifosi bis heute unvergessen.

Schweglers Streichliste wird kürzer

Für die Kaderplaner des VfL Wolfsburg bedeutet der Koulierakis-Deal indes einen weiteren wichtigen Schritt beim radikalen Umbau. Die Transfer-Einnahmen der Wölfe klettern in diesem Sommer nun bereits auf rund 40 Millionen Euro.

Zuvor hatten unter anderem Patrick Wimmer (für 10 Mio. Euro zur TSG 1899 Hoffenheim) und Lovro Majer (für 6 Mio. Euro zu AEK Athen) den Bundesliga-Absteiger verlassen. Zudem wurde Andreas Skov Olsen nach Basaksehir verliehen.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt Pirmin Schwegler aber dennoch nicht. Mit Torhüter Kamil Grabara und Sorgenkind Mohamed Amoura, der aktuell mit muskulären Problemen ausfällt, stehen noch weitere Akteure auf der Streichliste, für die zeitnah zahlungskräftige Abnehmer gefunden werden müssen.


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