Hertha BSC erlebt bislang ein erstaunliches Transferfenster. Als einziger Profiklub in Deutschland haben die Hauptstädter noch keinen einzigen Neuzugang verpflichtet. Im Gegenzug gab die Alte Dame dagegen schon diverse Stammspieler ab.
Kennet Eichhorn ging zu Bayer Leverkusen, Fabian Reese zum VfL Wolfsburg und Michael Cuisance zurück in seine französische Heimat zum RC Lens. Damit nahm Hertha immerhin stolze 20 Millionen Euro ein, doch das Ende der Fahnenstange ist damit noch nicht erreicht.
Hertha-Ausverkauf geht weiter
Denn wie die Berliner am Donnerstagmorgen offiziell mitteilten, ist auch der Abschied von Tjark Ernst in trockenen Tüchern. Der Torhüter wechselt in die Niederlande zu Feyernoord Rotterdam und bringt der Hertha eine Ablöse von fünf Millionen Euro ein.
In Rotterdam folgt Ernst auf Timon Wellenreuther, der seinerseits zurück nach Deutschland wechselt und die neue Nummer eins beim VfL Wolfsburg werden soll.
Tjark Ernst wechselt zu Feyenoord.
— Hertha BSC (@HerthaBerlinSC) July 16, 2026
Nach 4 Jahren mit der Fahne auf der Brust wechselt unsere Nummer 1 zum niederländischen Vizemeister.
Wir wünschen dir nur das Beste für deinen weiteren Weg, Tjark! Danke für die gemeinsame Zeit! 💙🤍
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Als Junge gekommen, als Mann gegangen
Von der Hertha nahm Ernst dabei emotional Abschied. "Es ist an der Zeit Abschied zu nehmen. Leicht fällt es mir nicht, denn ich hatte hier vier unfassbar tolle Jahre! Wenn ich zurückdenke, als ich mich als 19-jähriger Junge mit gepackten Koffern auf den Weg nach Berlin gemacht habe: Das erste Mal raus von zu Hause, alleine, in eine Großstadt zu einem großen Verein. Ich habe mich aber von Anfang an im Verein und in der Stadt zu Hause gefühlt", schrieb Ernst.
Der 23-Jährige ergänzte: "Wenn ich jetzt zurückblicke, verlasse ich Berlin vier Jahre später, mit unfassbar vielen schönen Erinnerungen, meinem Bundesliga-Debüt, großartigen Pokalnächten mit euch im Rücken, und vielen weiteren besonderen Momenten. Aber noch viel wichtiger: Ich verlasse Berlin als erwachsener Mann, denn die Zeit hat mich als Persönlichkeit reifen lassen und zu dem gemacht, der ich heute bin. (...) Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sage ich auf Wiedersehen, Hertha. Auf Wiedersehen, Berlin. Ha Ho He und bis bald!"
Ernst avancierte nach dem Bundesliga-Abstieg 2022 zur neuen Nummer eins bei der Hertha und absolvierte seitdem 97 Pflichtspiele für die Berliner. Wer auf den 23-Jährigen folgen wird, steht noch nicht fest, viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr, einen Nachfolger zu finden: Die neue Zweitliga-Saison startet bereits am 7. August. Als heißer Kandidat gilt Florian Kastenmeier, der ablösefrei zu haben wäre.
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