Das Rheinderby am Sonntagnachmittag ist für Geißböcke und Fohlen gleichermaßen wegweisend. Der Kölner Erzrivale vom Niederrhein steht vor dem direkten Duell mit null Punkten am Tabellenende und hat in der Länderspielpause den Trainer gewechselt.
Beim Effzeh will man dieses Szenario vermeiden. Nach einem Auftaktsieg gegen Hoffenheim holte man zuletzt allerdings nur einen Zähler aus drei Spielen. Trainer René Wagner steht bereits unter Druck. Der Chefcoach-Novize stand schon über den Sommer hinweg zur Debatte.
El Mala und Moore als Hoffnungsträger
Nicht einfacher macht seine Situation die aktuelle Stürmer-Not. Mit Ragnar Ache (Muskelverletzung) und Thijs Dallinga (Kreuzbandverletzung) fallen die etatmäßigen Neuner aus. Die Frage, wer für den Effzeh die Tore schießt, müssen folglich andere beantworten.
Zwangsläufig rückt Jungstar Said El Mala dafür in den Fokus. Auf den Schultern des Neu-Nationalspielers ruhen die Kölner Hoffnungen. Verteilt werden sollen sie aber auch auf einen anderen Youngster: Spurs-Leihgabe Mikey Moore. Der 19-Jährige hat enormes Potenzial und soll das nun auch für die Geißböcke regelmäßig auf den Platz bringen.
"Hoffentlich macht es in den nächsten Wochen zwischen uns klick."Moore über Zusammenspiel mit El Mala
In seinen bisherigen drei FC-Einsätzen hat Moore immerhin schon einen Assist geliefert. Bei englischen Junioren-Nationalspieler ist aber noch reichlich Luft nach oben. Auch im Zusammenspiel mit El Mala.
Moore selbst sieht das ähnlich: "Man sieht, was für ein toller Spieler Said ist. Und er ist ein echt guter Typ. Hoffentlich macht es in den nächsten Wochen zwischen uns klick und wir können helfen, dass die Mannschaft noch besser spielt. Darauf freue ich mich", erklärte er am Donnerstag (via Geissblog).
Wie stellt Wagner die Effzeh-Offensive auf?
An Wagner liegt es derweil jetzt, in Abwesenheit seiner Mittelstürmer das beste Offensiv-System zu finden. Optionen bleiben noch einige. Marius Bülter könnte die Rolle in der Sturmspitze bekleiden, auch ein Doppelsturm wäre möglich. Und selbst Moore könnte sich als "falsche Neun" anbieten.
Im Zentrum fühlt sich der junge Brite ohnehin am wohlsten, auch wenn er ebenfalls auf beiden Flügeln gut zurechtkommt. Moores Lieblingsrolle ist aber die als Zehner: "Ich mag es im Zentrum des Spiels zu sein und den Ball zu bekommen. Ich bin aber flexibel und kann auf allen offensiven Positionen spielen. In der Jugend habe ich auch schon als falsche Neun gespielt, wenn der Trainer das also ausprobieren möchte, dann gerne", erklärte er zu den Positions-Gedankengängen.
Die wahrscheinlichste Variante dürfte gegen Gladbach sein, dass Moore als Spielmacher beginnt, flankiert von El Mala und Linton Maina und mit Bülter auf der Neun. Sollte es schnell "klick" machen mit den Nebenleuten, klingt das auch sehr vielversprechend. Vor allem das Zusammenspiel mit El Mala.
In Köln darf man durchaus von einem neuen Traumduo träumen. Moore ist jedenfalls hochmotiviert, schon im Derby Taten folgen zu lassen. "Am besten mit einem Tor am Sonntag, damit wir danach alle gemeinsam feiern können."
