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"Nicht Teil der Pläne" – Wunderkind kämpft um seine Zukunft beim FC Chelsea

Der FC Chelsea hat viel Geld für einen Nachwuchsspieler ausgegeben, dessen Entwicklung bislang nicht nach Plan verlaufen ist.
VonJan Kupitz
Kendry Paez
Kendry Paez | Stephen Nadler/ISI Photos/GettyImages

Ecuadors jüngster Spieler aller Zeiten. Der zweitjüngste südamerikanische Nationalspieler hinter Diego Maradona. Kendry Páez’ Weg bis zum Jahr 2025, als er als 18-Jähriger für rund zehn Millionen Euro offiziell zum FC Chelsea wechselte, schien reibungslos zu verlaufen.

Dann änderte sich alles.

Zwölf Monate später ist Páez nämlich in der Versenkung verschwunden. Im Sommer konnte kein Verein für eine Ausleihe gefunden werden, und so blieb er beim FC Chelsea, wo Trainer Xabi Alonso allerdings bestätigt hat, dass der mittlerweile 19-Jährige nicht in seinen Plänen für die erste Mannschaft vorkommt.

"Nein, nein", bestätigte Alonso am Dienstag. "Er ist nicht Teil der Pläne. Im Moment gehört er nicht zum Kader der ersten Mannschaft."

Wie kam es dazu, und wie geht es nun weiter?

Was ist bei Kendry Páez schiefgelaufen?

Als Páez 2025 zu Chelsea kam, wurde schnell entschieden, dass er seine Entwicklung anderswo fortsetzen müsse, und man beschloss, ihn an den Schwesterklub Straßburg in der Ligue 1 auszuleihen, wo man weiterhin eine gewisse (inoffizielle) Kontrolle über seine Rolle behalten konnte.

Nach einem fulminanten Start wurde Páez im September 2025 zum besten Nachwuchsspieler der Ligue 1 gewählt, doch das war auch schon das Beste, was der Youngster erreichen konnte, der unter dem späteren Chelsea-Trainer Liam Rosenior schnell in Ungnade fiel.

Warum genau es bergab ging, wurde nie offiziell bestätigt, doch L’Équipe verweist auf erhebliche Bedenken hinsichtlich Páez’ Privatlebens. Vorwürfe wegen exzessiver Partys und Social-Media-Beiträge überschatteten seine Zeit in Frankreich, und da er kaum Einsatzzeit erhielt, wurde seine Ausleihe vorzeitig beendet.

"Wir erwarten eindeutig mehr", gestand Rosenior damals. "Ich bin es leid, die Jugend der Spieler als Ausrede zu benutzen."

Um Páez Spielzeit zu verschaffen, schickte Chelsea den Youngster im Winter 2026 für eigentlich 18 Monate zu River Plate, wo man hoffte, dass er sich in Südamerika wohler fühlen und wieder in die Spur kommen würde. Sieben Monate und nur 461 Spielminuten später wurde Páez’ Leihvertrag bei dem argentinischen Verein erneut gekündigt.

Wie schon bei Straßburg wurden die Gründe für Páez’ Schwierigkeiten bei River Plate nicht offiziell bestätigt, obwohl mehrere Berichte Probleme mit seiner Arbeitsmoral hervorhoben und sogar einige Personen aus Páez’ Umfeld zugaben, dass sich sein Leben zum Schlechten gewendet habe.

"Er ist ein guter Junge, der es schwer hatte und Entscheidungen getroffen hat, die sein Leben kompliziert gemacht haben", sagte Michel Deller, Eigentümer von Independiente del Valle, in einem Interview mit Hincha Amarillo.

"Wir hoffen immer, dass er sein Talent, das außergewöhnlich ist, wieder voll zur Geltung bringen wird. Aber an diesem Punkt seines Lebens liegt es an ihm. Er weiß, was er tun muss. Die Chancen sind begrenzt. So Gott will, reift er genug, um sein volles Potenzial zu entfalten."

Ähnlich äußerte sich Jorge Célico, Páez’ Trainer in der ecuadorianischen Jugendnationalmannschaft, gegenüber DSports: "Er hat bei der U20-Weltmeisterschaft nicht für die Nationalmannschaft gespielt. Das bedeutet, dass er Entwicklungsstufen übersprungen hat, die man eigentlich durchlaufen sollte."

"Meiner Meinung nach wird Kendry nicht richtig beraten. Er hat das Talent. Ich habe ihn in der U17 trainiert. Technisch ist er sehr gut und hat eine hervorragende Spielübersicht. Er ist ein Spieler, der den Durchbruch schaffen wird, weil er so viel Talent hat."

Sein Talent steht außer Frage, doch wie Páez es in den nächsten sechs Monaten einzusetzen gedenkt, könnte letztendlich einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf seiner gesamten Karriere haben.


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