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Neustart unter Hütter: Eintracht-Trainer überrascht mit völlig neuem Plan für Götze

Nach einer enttäuschenden Vorsaison blüht Mario Götze bei Eintracht Frankfurt aktuell wieder richtig auf.
Wirkt in diesem Sommer so fit wie schon lange nicht mehr: Eintracht-Routinier Mario Götze
Wirkt in diesem Sommer so fit wie schon lange nicht mehr: Eintracht-Routinier Mario Götze | picture alliance/GettyImages

Die vergangene Spielzeit glich für Mario Götze bei Eintracht Frankfurt einer sportlichen Achterbahnfahrt, die vor allem im Frühjahr steil bergab führte. Unter dem damaligen Cheftrainer Albert Riera fand der mittlerweile 34-Jährige auf dem Rasen praktisch kaum noch statt.

In der Rückrunde saß der Routinier zumeist nur auf der Bank oder stand, wie etwa beim brisanten Derby gegen den 1. FSV Mainz 05, nicht einmal im Kader der Hessen. Am Ende einer durchweg frustrierenden Saison standen für den offensiven Mittelfeldspieler in 29 Pflichtspielen lediglich zwei Vorlagen und kein einziger eigener Treffer zu Buche.

Doch wer gedacht hätte, der Siegtorschütze des WM-Finals von 2014 würde sich auf dem sportlichen Abstellgleis ausruhen, sieht sich in diesem Sommer eines Besseren belehrt. Wie die Bild berichtet, präsentiert sich Götze in der Vorbereitung wie ausgewechselt, wirkt körperlich absolut topfit und sprüht in den Einheiten vor Tatendrang.

Hütter schwärmt von der neuen Physis

Diesen deutlichen Formanstieg registriert auch der neue und alte Eintracht-Trainer Adi Hütter mit großer Freude. Vor dem anstehenden Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal am Freitagabend gegen den Oberligisten St. Tönis in Krefeld fand der Österreicher überaus lobende Worte für seinen Schützling.

Hütter betonte auf der Pressekonferenz, wie sehr es ihn freue, dass der Spieler selbst von sich sage, er sei so fit wie schon lange nicht mehr. Der Routinier ziehe im Training voll mit und zeige eine beeindruckende Einsatzbereitschaft, die dem gesamten Team spürbar guttue.

Als Beweis für diese neue physische Präsenz führte der Chefcoach ein Testspiel gegen den FSV Frankfurt an. Dort habe man auf dem Platz deutlich gesehen, dass der 34-Jährige auch vor harten Zweikämpfen nicht zurückschrecke und ein klassisches Sliding-Tackling noch genauso dynamisch beherrsche wie in jungen Jahren.

Die überraschende Rolle auf der Sechs

Setzt auf offene Kommunikation und neue taktische Kniffe: Eintracht-Coach Adi Hütter
Setzt auf offene Kommunikation und neue taktische Kniffe: Eintracht-Coach Adi Hütter | picture alliance/GettyImages

Besonders spannend ist jedoch der taktische Plan, den Hütter für den Edeltechniker ausgetüftelt hat. Götze, der seinen Vertrag am Main unlängst vorzeitig bis zum Sommer 2028 verlängert hat, soll laut dem Bild-Bericht nicht mehr nur ausschließlich auf seiner angestammten Zehner-Position hinter den Spitzen wirbeln.

Der Trainer sieht in ihm eine äußerst wertvolle Option für das defensivere Mittelfeld. Auf der Sechs kann der Routinier das gesamte Spiel vor sich haben und mit seiner enormen Ruhe, Spielintelligenz sowie Erfahrung den kompletten Spielaufbau der Frankfurter lenken.

Gerade im Herbst seiner Karriere könnte dieser etwas tiefer liegende Posten eine absolute Bereicherung für das System der Eintracht sein. Götze selbst lobte kürzlich die Klarheit von Hütter und betonte, wie beeindruckend es sei, dass der Trainer mit wenigen Worten extrem viel bewirken könne.

Keine Stammplatzgarantie, aber enorme Wertschätzung

Trotz des dicken Lobes und der wiedergewonnenen Fitness gibt es im laufintensiven System der Hessen allerdings keine automatische Stammplatzgarantie. Der Spieler weiß selbst ganz genau, dass er mit seinen 34 Jahren deutlich mehr Regenerationszeit benötigt als noch vor einigen Jahren.

Deshalb setzt Hütter auf ein besonderes Modell: Er will die Einsätze in einem extrem engen und ständigen Austausch mit seinem Routinier abstimmen. Gemeinsam soll vor jeder Partie detailliert abgewogen werden, ob das jeweilige Spiel und der Gegner zum Profil des Spielgestalters passen.

Diese Herangehensweise zeugt von einer enormen gegenseitigen Wertschätzung. Götze machte im Vorfeld deutlich, dass er dem Klub mit seiner großen Lust auf jeden Fall weiterhelfen wolle – egal ob auf oder neben dem Platz. Der Neustart unter Adi Hütter scheint jedenfalls schon jetzt vollends geglückt zu sein.


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