Noch am Dienstagabend reagierte Jamal Musiala öffentlich auf seinen zweiten Zusammenbruch innerhalb von wenigen Tagen. "Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind", beschrieb er auf seinem Instagram-Account unter anderem (90min berichtete).
Nun stellt sich natürlich die Frage, ob und falls ja, wie fit und einsatzbereit der 23-jährige Offensivspieler zurzeit überhaupt ist. Kann der FC Bayern weiterhin auf ihn setzen oder muss Musiala zunächst eine längere Pause einlegen?
Musiala kann seine Karriere wohl fortsetzen – dauerhafte Therapie wäre aber nötig
Gegenüber der Bild hat sich mit Prof. Christoph Kleinschnitz der Chef der Neurologie der Uniklinik Essen zu dieser Ausgangslage geäußert. "Aus neurologischer Sicht handelt es sich unter Umständen um einen epileptischen Anfall. Es könnte eine sogenannte Absence-Epilepsie sein, dafür sprechen die Symptome wie kurzzeitige Abwesenheit", schätzte er ein und betonte jedoch zugleich, für eine exakte Diagnose alle Untersuchungsbefunde kennen zu müssen.
Sollte diese Vermutung jedoch stimmen, wäre das laut Prof. Kleinschnitz jedenfalls "gut behandelbar", wenngleich es "eine dauerhafte Therapie erfordern" würde. Seine wichtigste Botschaft: "Fußball spielen könnte Musiala weiterhin."
Nun wird zunächst abzuwarten sein, wie es für Musiala in München weitergeht und ob eine solch exakte Diagnose mit anschließendem Therapieplan überhaupt schon steht. Dann wäre die Frage, ob er zeitnah schon wieder aufspielen kann, oder ob er zunächst eine gewisse Zeit aussetzen muss. Auf seinen Instagram-Post reagierten u.a. zahlreiche Teamkollegen und andere Fußballer mit aufmunternden Botschaften.
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