Neuhaus über seinen Aufschwung - Gladbach-Star wieder gefragt

Für Borussia Mönchengladbach ist Florian Neuhaus längst wieder ein wichtiger Stammspieler. Die Strafversetzung in die U23 im Sommer wollte er als Chance auf einen Neustart begreifen.
Florian Neuhaus zählt bei den Fohlen wieder zu den wichtigen Stammspielern
Florian Neuhaus zählt bei den Fohlen wieder zu den wichtigen Stammspielern / Pau Barrena/GettyImages
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Mit der Strafversetzung in die U23 von Borussia Mönchengladbach war der zwischenzeitliche Tiefpunkt für Florian Neuhaus erreicht. Hatte er schon zuvor unter Gerardo Seoane so gut wie gar keine Rolle gespielt, war er mit der Suspendierung, die auf das Mallorca-Video folgte, ganz raus. Doch seit dem Trainerwechsel ist er wieder ein wichtiger Stammspieler. Unter Eugen Polanski gab es für ihn das Comeback.

"Natürlich, die Sache war ein Fehler. Das habe ich schnell eingesehen und mich entschuldigt", blickte der Mittelfeldspieler im Gespräch mit dem kicker auf den vergangenen Sommer zurück. "Als es hieß, dass ich zur U23 gehe, bedeutete das für mich sofort: Ich will mich bei der U23 einbringen, um Dinge kümmern, Organisatorisches zum Beispiel. Ich war auch schnell in der WhatsApp-Gruppe dabei. Ich habe die Situation angenommen und mein Ding durchgezogen."

Bei der U23 traf er bereits auf Polanski, der schon zuvor als Kandidat für die Nachfolge von Seoane galt. Er habe die Versetzung "als Chance betrachtet", so Neuhaus weiter. "Ich wusste: Okay, jetzt bin ich mal ganz unten. Wie man mich so einschätzt von außen. Aber das bedeutete für mich eben auch die Chance, das Ganze wieder umzudrehen und Stärke daraus zu ziehen." Er habe viele Gespräche geführt und sich einzig auf das Sportliche konzentriert.

Florian Neuhaus
Neuhaus im Einsatz für die Borussia / Christian Verheyen/GettyImages

Neuhaus-Comeback auch als Faktor für Gladbacher Aufwärtstrend

Die Chance, sich unter Polanski dann auch bei den Profis wieder neu zu zeigen, hat er genutzt. Unter ihm ist Neuhaus gesetzt. Auch beim 4:0-Heimsieg über den FC Augsburg am Sonntag konnte der 28-Jährige zeigen, wieso sein Turnaround nicht überraschend ist. Er sammelte zwar keine direkte Torbeteiligung, initiierte aber einige gute Situationen und war als Aufbauspieler maßgeblich am erneut verbesserten Gladbach-Spiel im eigenen Ballbesitz beteiligt.

Nicht zuletzt auch wegen seiner wieder weitaus größeren Rolle und guter Leistungen sieht er sich rückblickend darin bestätigt, die Borussia im Sommer nicht verlassen zu haben. "Ich habe absolutes Vertrauen in mein sportliches Können. Und für mich war immer klar: Ich lasse mich nicht unterkriegen. Deshalb kam der Gedanke an einen Transfer auch nicht auf", betonte Neuhaus.

"Ich habe den langfristigen Vertrag bei Borussia ganz bewusst unterschrieben, weil ich mich in diesem Klub wohlfühle und die Fahrt zum Training jeden Tag genieße. Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich meine Stärken irgendwann auch wieder am Wochenende auf dem Platz zeigen darf", führte er weiter aus. Davon profitiert auch die Mannschaft, wie es über die letzten Wochen und Monate deutlich wurde.


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