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Neues Stadion? Eintracht-Boss mit großer Ankündigung

Eintracht Frankfurt träumt offen von einem größeren Stadion. Werden schon bald bis zu 80.000 Anhänger pro Spiel in den Deutsche Bank Park pilgern?
VonFranz Krafczyk
Die Eintracht kann sich auf die bedingungslose Unterstützung ihrer Fans verlassen
Die Eintracht kann sich auf die bedingungslose Unterstützung ihrer Fans verlassen | EyesWideOpen/GettyImages

Mit über 150.000 Mitgliedern zählt Eintracht Frankfurt zu den größten Vereinen Deutschlands, was sich auch an der Unterstützung der Fans bei den Heimspielen ablesen lässt. Seit Jahren ist praktisch jede Partie im heimischen Deutsche Bank Park restlos ausverkauft.

Trotz des bis dahin enttäuschenden Saisonverlaufs kamen auch beim jüngsten Spiel gegen den 1. FC Köln (1:0) wieder knapp 60.000 Zuschauer ins Waldstadion und sahen dabei den ersten Bundesliga-Heimsieg ihrer Mannschaft seit März. Können perspektivisch sogar noch mehr Anhänger zu den Spielen pilgern?

Spielort bei der WM 2042? Hellmann denkt langfristig

Auf der Mitgliederversammlung am Montag wurde ein mögliches neues Stadion zum großen Thema. "Wenn wir nicht jetzt anfangen, eine Stadionplanung vorzulegen, werden wir in zehn Jahren kein neues Stadion haben", betonte der SGE-Vorstandsvorsitzende Axel Hellmann vor den 1.600 Anwesenden (via Bild).

Hellmann stellte klar, dass solche Vorhaben eine langfristige Planung erfordern. "Stadien haben einen Lebenszyklus von drei Dekaden. Das aktuelle Stadion wurde 2005 eröffnet. Deswegen ist dessen Ablaufdatum 2035. Nur wenn wir jetzt handeln, werden wir 2035, 2036 oder 2037 ein neues Stadion haben", sagte der 55-Jährige.

Das Ziel sei es, bis 2038 eine neue Arena zu eröffnen, um möglicherweise auch bei der WM 2042, die in Deutschland stattfinden könnte, einer der Spielorte zu sein. Aber auch abgesehen von solchen Großevents möchte Hellmann auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin über eine hochmoderne Arena verfügen. Denn das hängt auch mit dem sportlichen Erfolg der Eintracht zusammen.

"Alles, was wir im Wesentlichen an sportlicher Leistungsfähigkeit investieren, hängt von den Möglichkeiten ab, die uns das Stadion bietet. Es gibt Leute, die sagen: Wir haben doch ein super Stadion. Wie kann man denn jetzt ein Stadion mit 75.000 Zuschauern eröffnen und das Geld nicht lieber in den Kader stecken? Die Unterstellung, wir würden beim Kader sparen, um irgendwelche Stadion-Pläne zu finanzieren, ist absurd. Das sind völlig verschiedene Finanzierungstöpfe", so Hellmann.

Passen bald 80.000 Zuschauer ins Stadion?

Aufgrund der hohen Nachfrage an Tickets für die Eintracht-Heimspiele sei sogar eine noch höhere Kapazität denkbar. Das Potenzial für ein Stadion mit bis zu 80.000 Plätzen habe man in Frankfurt zweifelsfrei. "Aber wir müssen auch schauen, was verkehrsmäßig machbar ist", sagte Hellmann.

Der Eintracht-Boss ließ noch offen, ob das aktuelle Stadion einen dritten Rang erhalten würde oder ob sogar ein Abriss mit komplettem Neubau vonstatten gehen würde. Diese Frage soll bereits zu Beginn des kommenden Jahres geklärt werden. Das Ziel sei jedenfalls, den Fans noch mehr Stehplätze als bislang zu bieten, dabei aber gleichzeitig eine der modernsten Multifunktionsarenen Europas für Konzerte und Veranstaltungen zu bleiben.


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