Neues Angebot für Said El Mala - Hat der Effzeh-Star seinen Wechselwunsch hinterlegt?

Brighton baggert weiter intensiv um Said El Mala und soll den Shootingstar vom 1. FC Köln mit einem lukrativen Angebot locken. Dabei spielt der Premier-League-Klub auch den "Bruder-Trumpf".
Will Said El Mala den Effzeh verlassen?
Will Said El Mala den Effzeh verlassen? / UWE KRAFT/GettyImages
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In seiner ersten Bundesliga-Saison ist Said El Mala beim 1. FC Köln mächtig durchgestartet. Nach 20 Einsätzen im Oberhaus steht der 19-jährige Tempo-Dribbler schon bei sieben Toren und drei Vorlagen. Und das, obwohl El Mala beim Aufsteiger häufig nur als Joker eingesetzt wird. Entsprechend brauchte der fünffache deutsche U21-Nationalspieler lediglich 929 Spielminuten für seine zehn Scorer. El Mala ist demnach alle knapp 93 Minuten direkt an einem Treffer beteiligt.

Eine beeindruckende Quote, die dem Shootingstar an der englischen Südküste schon vor seinem Bundesliga-Durchbruch zugetraut wurde. Genauer gesagt: in Brighton. Dort wollte man El Mala schon im vergangenen Sommer auf die Insel locken. Satte 15 Millionen Euro Ablöse soll der Klub vom deutschen Trainer Fabian Hürzeler geboten haben.

Bis zu 30 Mio. Euro: Brighton mit nächstem El-Mala-Angebot

Der Effzeh lehnte in weiser Voraussicht ab. Brighton lässt aber nicht locker. In diesem Winter wurde nach Sportbild-Informationen ein schriftliches Angebot abgegeben, das zwischen 25 und 30 Millionen Euro gelegen haben soll – garniert mit weiteren Bonuszahlungen. Doch auch diese Offerte sei von den FC-Bossen abgelehnt worden.

Aufzugeben scheint Brighton aber dennoch nicht. El Mala soll zur kommenden Saison nach England wechseln. Das schriftliche Angebot in diesem Winter sei vor allem getätigt worden, um die Bedingungen abzuklopfen. Bei Brighton sei man davon ausgegangen, dass es zunächst abgelehnt wird. Schließlich liegt El Malas geschätzter Marktwert mittlerweile schon bei 40 Millionen Euro. Neben Brighton ist die Liste der interessierten Klubs aus dem In- und Ausland elend lang. Hartnäckig wird selbst der FC Bayern als Interessent genannt.

Der Preis des 19-Jährigen könnte derweil bis Sommer weiter steigen. Im November wurde er erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert, kam aber noch nicht zum Einsatz. Dennoch hat der Shootingstar zumindest Außenseiterchancen auf ein WM-Ticket.

Dafür muss er in Köln bis Saisonende aber regelmäßig liefern. Problem dabei: Effzeh-Coach Lukas Kwasniok setzt El Mala überwiegend als Einwechselspieler ein (in zwölf von 20 Bundesliga-Spielen). Die Gefahr besteht demnach durchaus, dass der Youngster im weiteren Saisonverlauf nicht mehr die bisherige Effektivität zeigen kann und der Hype um ihn entsprechend nachlässt.

El Mala soll FC-Bossen Wechselwillen mitgeteilt haben

In Köln ist man demnach zwischen der Gefahr, dass sein Marktwert wieder fallen könnte und der Chance, dass er weiter explodiert hin- und hergerissen. El Malas Vertrag ist beim Effzeh bis 2030 gültig. Laut Sportbild entscheide aber vor allem der Spieler selbst, wann er den Wechsel-Schritt gekommen sieht.

Bislang durfte man davon ausgehen, dass El Mala zunächst weiter in Köln bleiben möchte. Jetzt heißt es von der Sportbild, dass er durchaus offen für einen Sommer-Wechsel wäre und das auch schon bei den Klub-Bossen hinterlegt habe.

105-Mio.-Euro-Paket: Brighton-Transfer mit Bruder?

Neben seiner häufigen Reservisten-Rolle könnte auch noch ein anderer Grund dahinterstecken. Brighton würde auch seinen ein Jahr älteren Bruder Malek El Mala verpflichten wollen. Der 20-Jährige ist mit 1,94 Metern ein physisch starker Mittelstürmer, kam in Köln bislang aber nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. In elf Regionalliga-Einsätzen traf Malek El Mala sehr ordentliche fünfmal. Brighton würde ihn über die zweite Mannschaft in der Premier-League-U21-Liga heranführen wollen.

Da die El-Mala-Brüder in ihrer Karriere bislang immer beim selben Klub spielten, dürfte das ein wichtiger Faktor für Said sein.

Die finanzielle Frage sicher auch. Brighton bietet laut Sportbild 15 Millionen Euro Grundgehalt über fünf Jahre. Insgesamt also ein Paket aus Ablöse und Gehalt von rund 105 Millionen Euro. Eine finanzielle Liga, in der die Kölner sicher nicht mitspielen können.


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