Das WM-Aus von Lennart Karl überschattet aktuell alles beim DFB-Team. Der 18-Jährige zog sich kurz vor dem Ende des Abschlusstrainings am Freitag einen Muskelbündelriss zu und wird das Turnier verpassen – sowohl für ihn als auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann ein schwerer Schlag.
Doch Karl ist nicht der einzige Spieler, der sich mit einer Verletzung herumschlagen muss. Auch Manuel Neuer laboriert weiterhin an der Wadenverletzung, die er sich gegen den 1. FC Köln am letzten Bundesliga-Spieltag zuzog. Jetzt ist eine Entscheidung darüber gefallen, ob er bei der WM-Generalprobe im Tor stehen kann.
Neuer fällt aus
Nagelsmann erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die USA: "Ihm geht's gut. Er ist auf dem Weg zu bester Fitness. Trotzdem wollen wir morgen noch kein Risiko eingehen." Heißt übersetzt: Gegen die US-Boys wird erneut Oliver Baumann im Tor stehen.
Neuer erlebt damit einen echten Kaltstart in seine fünfte Weltmeisterschaft. Ohne eine einzige Testspielminute wird der 40-Jährige am kommenden Sonntag gegen Curaçao zwischen die deutschen Pfosten zurückkehren.
Ein riskantes Spiel
Der Plan sieht laut Nagelsmann vor, dass Neuer nächste Woche wieder ins Teamtraining einsteige. Die sehr vorsichtige Herangehensweise bei seiner Verletzung soll dafür sorgen, dass der Heilungsverlauf optimal verlaufe und es während des Turniers keine Schwierigkeiten gibt.
Es bleibt also ein Risiko, das der Bundestrainer eingeht. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass Neuer von allen Keepern auf der Welt einer der wenigen ist, die mit so einem Kaltstart exzellent klarkommen können – dafür ist er zu erfahren und auch einfach zu gut.
Weitere News zur Nationalmannschaft lesen:
