Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern muss Hertha BSC von den Aufstiegsträumen (vorerst) wieder Abstand nehmen. Ein weiteres Jahr in der 2. Liga würde gleichzeitig die Chancen schmälern, Tjark Ernst zu halten. Der Torhüter spielt eine herausragende Saison und dürfte im Sommer den nächsten Schritt ins Oberhaus machen.
Nun gibt es im Kreis der Interessenten offenbar einen neuen Bundesliga-Klub: Wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet, würde der VfL Wolfsburg Ernst weiterhin gerne verpflichten.
Der 23-jährige Keeper war bereits im Winter nach der Verletzung von Kamil Grabara bei den Wölfen ein Thema, die Hertha lehnte aber eine Leihe ab. Nun gilt Ernst als Grabaras möglicher Nachfolger für die Zukunft. Denn der ambitionierte Pole, der in dieser Saison einer der wenigen Lichtblicke der Wolfsburger ist, ist im Sommer wohl kaum zu halten. Schon jetzt soll es Interesse einiger europäischer Klubs an Grabara geben.
Wolfsburg muss für Ernst die Klasse halten - und sich am Pokertisch durchsetzen
Um aber wirklich als heißer Anwärter auf einen Ernst-Transfer zu gelten, muss Wolfsburg zunächst einmal die Klasse halten. Die Chancen stehen denkbar schlecht, schließlich belegt der VfL aktuell den vorletzten Tabellenplatz der Bundesliga. Fünf Spieltage vor Schluss müssten die Niedersachsen zumindest einen Vier-Punkte-Rückstand auf den Tabellensechzehnten FC St. Pauli aufholen. Dass es ausgerechnet am letzten Spieltag zum direkten Duell am Millerntor kommt, könnte für Spannung bis zur letzten Sekunde sorgen.
Zwar hat Ernst bei den Berlinern noch einen gültigen Vertrag bis 2027, dank einer Ausstiegsklausel darf er aber schon in diesem Sommer gehen. Diese soll bei fünf Millionen Euro liegen und nur für Vereine aus den Top-fünf-Ligen sowie Europapokal-Teilnehmer aus kleineren Spielklassen gültig sein.
Schon jetzt scheint klar, dass im Sommer ein echter Poker um Ernst stattfinden wird. Laut Bild sind auch der FC Porto, Ajax Amsterdam und Borussia Mönchengladbach am Schlussmann interessiert. Nach Angaben von Sky wurde Ernst zudem von Scouts aus der Premier League beobachtet.
