Seit dem Winter-Abgang von Luca Netz zu Nottingham Forest ist die linke Abwehrseite von Borussia Mönchengladbach dünn besetzt. Trainer Eugen Polanski hat dort nur eine nominelle Option: Lukas Ullrich, dem er jedoch nur bedingt vertraut. So durfte zuletzt Jens Castrop auf der linken Seite spielen. Der gelernte Mittelfeldspieler war im Rheinderby beim 3:3 gegen den 1. FC Köln mit zwei Toren und einer Vorlage der beste Borusse.
Im Sommer wollen die Fohlen daher nachrüsten. Wie Florian Plettenberg in der Sky-Sendung 'Transfer Update' berichtet, ist Gladbach an David Herold interessiert. Der 23-Jährige ist Stammspieler und Leistungsträger beim Karlsruher SC und kommt in der laufenden Saison auf 26 Einsätze in der 2. Liga (fünf Vorlagen).
Herold wird dank Ausstiegsklausel wechseln
Dass Herold den KSC verlässt, scheint bereits beschlossene Sache zu sein. Nach den Gerüchten vor der Saison wird es für die Nordbadener nicht möglich sein, ihn ein weiteres Jahr zu halten. Zudem bietet sich im Sommer die letzte Gelegenheit für den KSC, noch eine Ablöse für den Außenverteidiger zu erhalten, dessen Vertrag bis 2027 läuft. Laut Plettenberg kann Herold den KSC dank einer Ausstiegsklausel für eine Summe zwischen 3,5 und vier Millionen Euro verlassen.
Die Leistungen des Bayern-Eigengewächses sind offenbar auch anderen Vereinen aufgefallen, weshalb sich die Borussia im Sommer auf Konkurrenz einstellen muss. Da der Bundesligist aber "konkret dran" sei, scheinen die Chancen auf eine Verpflichtung von Herold gut zu stehen.
Für den Spieler selbst würde der Wechsel an den Niederrhein die große Chance bieten, den großen Schritt in die Bundesliga zu machen. Im Gegenzug würde Gladbach einen äußerst flexiblen Spieler erhalten: Herold kann nicht nur auf der linken Außenverteidigerposition, sondern auch im linken Mittelfeld und in der Innenverteidigung eingesetzt werden.
