Alles neu macht der Transfer-Sommer. So zumindest erhofft sich auch Borussia Mönchengladbach den Umschwung zur neuen Saison. Mit dem Abstiegskampf soll die Fohlenelf nichts mehr zu tun haben, dazu der Umbruch im Kader für positive Entwicklungen sorgen.
Dabei geht es aber ausdrücklich nicht nur um Abgänge und Neuverpflichtungen. Auch innerhalb der Mannschaft soll es eine neue Macht- und Führungsstruktur geben. So sollen zwar auch, aber eben nicht nur die neuen Spieler in der Lage sein, entsprechende Verantwortung zu übernehmen. Der Abgang von Rocco Reitz etwa, der als voriger Vize- und durch den langen Ausfall von Tim Kleindienst de facto als Quasi-Kapitän nun für RB Leipzig aufspielt, hat dahingehend eine größere Lücke hinterlassen.
Kleindienst bleibt an der Spitze – mehrere Aufrücker und mehr Verantwortung durch die Neuzugänge
Wie die Bild berichtet, ist und bleibt Kleindienst jedenfalls die Nummer eins im Gladbacher Hierarchie-Ranking. Nicht umsonst kommentierte Eugen Polanski deutlich: "Es ist extrem wichtig, dass Tim nach der langen Verletzung wieder bei der Mannschaft ist, sein Wort hat einfach ein enormes Gewicht. Allein schon von der Lautstärke, aber natürlich vor allem dadurch, was er den anderen mitgibt und vorlebt."
Kleindienst selbst möchte diese Rolle auch weiterhin annehmen und ausüben, die Mannschaft führen. Als Captain öffnet er das Machtzentrum innerhalb des Teams aber auch für die Neuen, wenngleich sich diese natürlich erstmal integrieren müssen. "Man kommt ja nirgendwo hin und spielt gleich den Boss. Das muss sich alles ergeben, da muss auch die Leistung passen. Aber man merkt bei uns, dass alle sofort integriert werden und jeder mit jedem spricht", so der 30-Jährige.

Für Philipp Sander und Robin Hack gab es laut der Bild einen internen Aufstieg. Beide sollen Kleindienst in der Team-Führung unterstützen und scheinen dabei auch gute Karten auf das Amt des Vize-Kapitäns zu haben. Dazu gelten wohl Kevin Diks und Jens Castrop als Kandidaten für den Mannschaftsrat.
Theoretisch wären auch Nico Elvedi und Joe Scally passende Kandidaten dafür, schon alleine aufgrund ihrer inzwischen mehrjährigen Verbindung zur Borussia. Aufgrund ihrer Wechselabsichten dürfte sich dieses Thema aber erledigt haben. Das gilt wohl auch für Franck Honorat.
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