Noch vor wenigen Monaten galt Max Eberls Zukunft beim FC Bayern München als offen. Spätestens Ende August könnte sich das jedoch ändern. Wie die Sport Bild berichtet, hat der Sportvorstand mit seinem bisherigen Vorgehen auf dem Transfermarkt die Verantwortlichen des Rekordmeisters überzeugt und sich damit in eine deutlich bessere Position für eine Vertragsverlängerung gebracht.
Brown und Saibari sorgen für Eberl-Wende
Entscheidend für den Stimmungsumschwung sollen vor allem die Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari gewesen sein. Beide Neuzugänge unterschrieben langfristige Verträge bis 2031 und hinterließen mit ihren starken Leistungen bei der Weltmeisterschaft zusätzlich Eindruck. Besonders positiv bewerten die Bayern-Bosse laut dem Bericht jedoch die Art und Weise, wie Eberl die Transfers vorbereitet und abgewickelt hat.
Nachdem ihm in der Vergangenheit vorgeworfen worden war, Transferentscheidungen zu eigenständig zu treffen, soll der 52-Jährige den Aufsichtsrat diesmal frühzeitig eingebunden und transparent über sämtliche Schritte informiert haben. Auch Trainer Vincent Kompany unterstützte die Verpflichtungen von Beginn an.
Vor allem der Brown-Transfer gilt intern als Paradebeispiel für das neue Vorgehen. Obwohl mit Alphonso Davies bereits ein hochkarätiger Linksverteidiger langfristig gebunden war, überzeugte Eberl zunächst Trainer und Vereinsführung, ehe er die Gespräche mit Eintracht Frankfurt aufnahm. Am Ende einigten sich beide Klubs auf eine Ablöse von rund 50 Millionen Euro plus Bonuszahlungen.
Verkäufe bleiben die nächste Bewährungsprobe
Ein endgültiges Urteil über Eberls Arbeit wollen die Bayern-Verantwortlichen allerdings erst Ende August fällen. Bis dahin erwarten sie, dass der Sportvorstand den hohen Transferausgaben von rund 100 bis 110 Millionen Euro auch entsprechende Einnahmen gegenüberstellt.
Genau darin liegt aktuell die größte Herausforderung. Für João Palhinha, Bryan Zaragoza, Sacha Boey, Hiroki Ito und Min-jae Kim gibt es laut Sport Bild bislang keine Interessenten, die bereit wären, die Ablöseforderungen des Rekordmeisters zu erfüllen. Mit dem Wechsel von Alexander Nübel zu Besiktas Istanbul hat Eberl allerdings bereits den ersten Schritt gemacht und einen Großverdiener von der Gehaltsliste gestrichen.
Weitere Verkäufe könnten nun den entscheidenden Ausschlag geben. Gelingt es Eberl, auch auf der Abgangsseite erfolgreich zu arbeiten, dürfte einer Vertragsverlängerung beim deutschen Rekordmeister kaum noch etwas im Wege stehen.
