Während der FC Arsenaltr um Vinicius Junior wirbt, hat Real Madrid seine Haltung in den laufenden Vertragsverhandlungen gelockert und seinem Superstar-Flügelspieler am Mittwoch ein verbessertes Angebot unterbreitet.
Die Vertragsverlängerung von Vinicius Jr., der noch bis zum Ende der nächsten Saison bei den Königlichen unter Vertrag steht, ist seit Januar 2025 ein Streitpunkt. Bislang brachten die Verhandlungen kaum Fortschritte, da beide Seiten offenbar nicht bereit waren, bei finanziellen Differenzen Kompromisse einzugehen.
Es wurde vermutet, dass Vinicius Jr. ein historisches Gehalt von rund 30 Millionen Euro pro Jahr forderte – eine Summe, die Real Madrid niemals genehmigen wollte, da dies zukünftige Auswirkungen auf die Gehaltsstruktur des Vereins gehabt hätte, sobald Jude Bellingham und andere Spieler Vertragsverlängerungen anstreben würden.
Jüngsten Berichten zufolge botenLos Blancos dem Brasilianer einen neuen Vertrag im Wert von 22 Millionen Euro an, doch selbst das reichte nicht aus, um die Unterschrift des Superstars zu erhalten. In der spanischen Hauptstadt wuchs die Überzeugung, dass Real Madrid nicht noch weiter nachgeben würde – doch offenbar haben sie es doch getan.
The Athletic berichtet, dass der Verein nun ein weiteres verbessertes Angebot unterbreitet hat, nachdem am Mittwoch Gespräche zwischen dem Umfeld von Vinicius Jr., Generaldirektor José Ángel Sánchez und Chefscout Juni Calafat stattgefunden hatten. Die Höhe des neuen Angebots ist nicht bekannt, doch ESPN berichtet, dass es das Gehaltspaket des Stürmers sowie einige variable Komponenten erhöht habe.
BBC Sport fügt hinzu, dass Real Madrid eine Antwort von Vinicius Jr. innerhalb von "Stunden statt Tagen" erwartet.
Durchbruch könnte endlich bevorstehen
Die Vertrags-Saga um Vinicius Jr. war vor diesem Sommer ein eher spannungsloser Prozess. Beide Seiten erklärten zwar öffentlich, dass sie eine Einigung erzielen wollten, doch keine der beiden Parteien ging jemals genug Kompromisse ein, um dies zu erreichen.
Es gab nur wenige nennenswerte Neuigkeiten zu diesem Thema, und wenn es welche gab, drehten sie sich immer um dieselben finanziellen Meinungsverschiedenheiten. Es blieb jedoch reichlich Zeit, um zu einer Einigung zu gelangen, sodass die Gespräche in den Spielzeiten 2024/25 und dann erneut 2025/26 ins Stocken gerieten.
Die Verhandlungen schienen erneut zu scheitern, zumal Real Madrid während des Sommer-Transferfensters tief in die Tasche griff, um Bernardo Silva, Ibrahima Konaté, Denzel Dumfries, Marc Cucurella und Carlos Espí zu verpflichten. Der spanische Spitzenklub soll zudem eine Einigung über Yan Diomande im Wert von bis zu 140 Millionen Euro erzielt haben.
Doch das Interesse von Arsenal an Vinicius Jr. schien die Königlichen zum Handeln zu bewegen; Berichten zufolge erhöhten sie ihre Angebote innerhalb von zwei Tagen zweimal, um ihre Nummer 7 an sich zu binden. Es scheint, als sei es jetzt oder nie, eine Einigung zu erzielen.
Sollte Vinicius Jr. seinen Vertrag im Bernabéu tatsächlich verlängern, werden viele auf die Gespräche vom Mittwoch als den entscheidenden Durchbruch zurückblicken – der sich ironischerweise genau an dem Tag ereignete, an dem der Verein Berichten zufolge eine schwindelerregende Ablösesumme investierte, um Diomande in seine Reihen zu holen.
Hat der zunehmende Druck Real Madrids Entschlossenheit gebrochen?
Es ist kein Geheimnis, dass Real Madrids Präsident Florentino Pérez ein ziemlich hartnäckiger Verhandlungspartner ist. Der Spanier weigerte sich bekanntlich, den Forderungen der Vereinslegenden Cristiano Ronaldo und Sergio Ramos nachzukommen, wodurch beide Spieler die spanische Hauptstadt 2018 bzw. 2021 ohne Vertragsverlängerung verlassen konnten.
Pérez verabschiedete sich zudem 2014 von Mesut Özil und 2025 von Luka Modrić, obwohl beide Mittelfeldspieler im weißen Trikot bleiben wollten. Es herrscht die überwältigende Meinung, dass niemand über dem Vereinswappen steht.
Die gleichen Prinzipien schienen in den letzten anderthalb Jahren der Verhandlungen auch für Vinicius Jr. zu gelten. Trotz der Erfolgsbilanz des 26-Jährigen, zu der zwei Champions-League-Titel und 128 Tore für Real Madrid gehören, wurde ihm das geforderte Gehalt nicht gewährt, selbst als sich die Verhandlungen in die Länge zogen.
Doch plötzlich klopft Arsenal an, und Los Blancos haben ihre Angebote für Vinicius Jr. verbessert, dessen möglicher Wechsel nach Nord-London immer eher weit hergeholt schien – aber nicht unmöglich.
Es gibt noch einiges zu tun, um einen neuen Vertrag unter Dach und Fach zu bringen, aber Vinicius Jr. sieht seine Situation zweifellos positiver, da er weiß, dass er Real Madrid dazu gezwungen hat, nachzugeben – etwas, das der Verein so gut wie nie tut. Die Weichen scheinen nun so zu stehen, dass der mitreißende Stürmer seinen Platz auf dem linken Flügel von Real Madrid behalten kann.
Der 15-fache CL-Sieger müsste dann hoffen, dass eine solche Abkehr von seiner bisher starren Vorgehensweise Früchte trägt – andernfalls könnte er niemandem außer sich selbst die Schuld geben.
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