Nach einigem Hin und Her steht inzwischen endgültig fest: Manuel Neuer wird mit der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft in die USA, nach Kanada und Mexiko reisen.
Besonders DFB-Kapitän Joshua Kimmich zeigte sich über die Nominierung seines langjährigen Bayern-Teamkollegen sichtlich erfreut. Die beiden Routiniers wollen bei der WM gemeinsam den nächsten großen Titel angreifen.
Neue Rollenverteilung beim DFB
Im Interview mit der Bild machte Joshua Kimmich deutlich, welchen Stellenwert Manuel Neuer innerhalb der Nationalmannschaft weiterhin besitzt. "Das freut mich extrem", erklärte der Mittelfeldspieler über die WM-Nominierung seines langjährigen Bayern-Kollegen. "Wir spielen jetzt schon seit elf Jahren zusammen. Jeder weiß, wen wir da hinten drin haben. Deswegen freue ich mich sehr, dass er dabei ist."
Tatsächlich verbindet die beiden Bayern-Stars inzwischen eine außergewöhnlich lange und erfolgreiche gemeinsame Zeit auf dem Platz. Insgesamt standen Kimmich und Neuer bereits 394-mal zusammen für den FC Bayern auf dem Rasen und gewannen dabei gemeinsam beeindruckende 24 Titel. Häufiger spielte Kimmich in seiner Karriere bislang lediglich mit Thomas Müller zusammen.

Bei der kommenden Weltmeisterschaft wird es zwischen den beiden allerdings ein besonderes Novum geben. Erstmals überhaupt wird Kimmich als Kapitän von Manuel Neuer auflaufen. Während beim FC Bayern normalerweise Neuer die Kapitänsbinde trägt und Kimmich als sein Stellvertreter fungiert, ist die Rollenverteilung in der Nationalmannschaft inzwischen umgekehrt.
Neuer weiter wichtiger Führungsspieler
Darauf angesprochen reagierte Joshua Kimmich mit einem Schmunzeln und erlaubte sich direkt einen kleinen Seitenhieb gegen seinen langjährigen Teamkollegen. "Jetzt muss er sich am Riemen reißen", scherzte der DFB-Kapitän lachend. "Ich habe da noch gar nicht drüber nachgedacht. Ich sage es ihm gleich mal..."
Trotz der neuen Rollenverteilung bleibt Manuel Neuer natürlich weiterhin einer der wichtigsten Führungsspieler innerhalb der Nationalmannschaft. Mit seiner Erfahrung, seiner Präsenz und seiner Siegermentalität soll der Weltmeister von 2014 dem deutschen Team auch bei der kommenden WM Stabilität geben – selbst wenn Kimmich diesmal offiziell das letzte Wort haben dürfte.
