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Neue Details: Kehl-Aus beim BVB seit Monaten geplant?

Das Aus von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund war offenbar keine plötzliche Entscheidung.
Sebastian Kehl ist aktuell ohne Job
Sebastian Kehl ist aktuell ohne Job | Pau Barrena/GettyImages

Das plötzliche Aus von Sebastian Kehl als Sportdirektor von Borussia Dortmund kam für viele sehr überraschend. Nichts hatte zuvor auf eine frühzeitige und vor allem sofortige Trennung hingedeutet. Immerhin schuf der BVB schnell Fakten und präsentierte Ole Book als Kehl-Nachfolger.

Dennoch gelangen immer neue Details zum Kehl-Aus an die Öffentlichkeit, die nicht unbedingt ein gutes Licht auf den Sportdirektor werfen. Die Bild berichtet dabei von Machtspielen, vereinsinternen Intrigen und von einem "Klima des Misstrauens".

Kampf mit Lars Ricken

Kehls Position war laut dem Bericht intern geschwächt, hinter vorgehaltener Hand wurde ihm häufig vorgeworfen, sich nur über die hohen und steigenden Preise des Transfermarkts zu beschweren anstatt kreative Lösungen zu finden, was den BVB einst zur klaren Nummer zwei in der Bundesliga machte.

Hinzu kommt, dass Kehl sich mit Sportvorstand Lars Ricken bei geglückten Transfers regelmäßig einen Kampf um die Anerkennung lieferte. Vor allem beim Verkauf von Jamie Gittens erzählten beide innerhalb der Branche, dass es jeweils ihr Verdienst war, dass der 21-Jährige für so viel Geld zum FC Chelsea verkauft wurde.

Es wird allerdings noch abenteuerlicher. Die Bild berichtet außerdem, dass zwischen Kehl und Ricken zunehmend ein Klima des Misstrauens herrschte. Spielerberater erzählten, dass beide teilweise von Gesprächen mit dem anderen nichts wussten – eigentlich unvorstellbar.

Kehl spaltet sich ab

Carsten Cramer, der Sprecher der Geschäftsführung, versuchte über Monate, das Verhältnis zwischen den beiden zu kitten – allerdings ohne Erfolg. Doch Kehl sorgte mit seinem öffentlich kokettiertem Abgang zum VfL Wolfsburg und vor kurzem zum Hamburger SV für den nächsten Bruch zwischen ihm und der Geschäftsführung.

Auch deshalb wurde frühzeitig Hans-Joachim Watzke hinzugezogen, um ihn in die Überlegungen, Kehl durch einen anderen Sportdirektor zu ersetzen, einzuweihen. Watzke intervenierte nicht, sondern erklärte dabei lediglich, dass dies die Sache der Geschäftsführung war.

Ein Wechsel der Transferpolitik

Durch die Entlassung von Kehl und die Installation von Ole Book soll sich zudem der Fokus auf dem Transfermarkt wieder ändern. Weg von teuren Ersatzspielern aus England, hin zu talentierten Zweitliga-Spielern – hier hatte Book für die SV Elversberg in den letzten Jahren stets ein glückliches Händchen.

Wie es für Kehl jetzt weitergeht, ist noch offen. An Angeboten mangelt es allerdings nicht. Neben dem Hamburger SV wird auch der kriselnde Premier-League-Klub Tottenham Hotspur mit ihm in Verbindung gebracht.

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