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Neue Details enthüllt: So gewann Leverkusen den Eichhorn-Poker

Im Eichhorn-Tauziehen konnte sich die Werkself gegen große und namhafte Konkurrenz durchsetzen.
Sichert sich eines der größten deutschen Talente für das Mittelfeld: Kennet Eichhorn und  Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes.
Sichert sich eines der größten deutschen Talente für das Mittelfeld: Kennet Eichhorn und Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes. | Jörg Schüler/GettyImages

Der Wechsel von Kennet Eichhorn ist offiziell. Der DFB-U17-Nationalspieler, der in der abgelaufenen Saison als jüngster Spieler und Torschütze der 2. Bundesliga historische Rekorde brach, verlässt Hertha BSC und läuft künftig mit der Rückennummer 18 für Bayer Leverkusen auf.

"Ich habe mich nach wirklich sehr guten Gesprächen für die aus meiner Sicht beste Lösung entschieden", ließ der defensive Mittelfeldspieler verlauten. Doch diese Lösung war das Ergebnis eines monatelangen, intensiven Tauziehens.

Ein Vereins-weites Gemeinschaftsprojekt

Vereinsverantwortliche wie Jugend-Kaderplaner Bernd Korzynietz hielten seit Langem engen Kontakt zur Familie des Talents. Das persönliche Highlight der Charmeoffensive war ein Treffen am 6. Juni in Berlin, bei dem auch der neue Cheftrainer Carles Martinez anwesend war, um Eichhorn seinen sportlichen Plan aufzuzeigen.

"Wir haben als gesamter Verein um Kennet geworben und gekämpft. Das hat beeindruckt", bestätigte Rolfes gegenüber der Bild. "Ich habe zu Kennet gesagt: 'Du hast noch nicht für uns gespielt, aber kennst bereits den halben Verein.'"

Zusätzlich profitierten die Leverkusener von ihrem "Berliner Netzwerk". Die Integration dürfte Eichhorn leicht fallen, da mit Ibrahim Maza bereits ein Ex-Herthaner bei Bayer spielt und Leverkusen kürzlich Konstantinos Kotsifakis, Eichhorns ehemaligen Nachwuchstrainer aus Berlin, verpflichtete.

Praktikum und Eltern-Umzug: Der Start in Leverkusen

Trotz eines Millionen-Vertrags mit einer Laufzeit bis 2031 bleibt Eichhorn neben dem Rasen noch Schüler. "Kennet muss nach dem Fachabitur noch ein Praktikumsjahr absolvieren, das wird er vermutlich bei uns im Verein machen", erklärte Rolfes den Ablauf abseits des Platzes. Um dem 16-Jährigen die Eingewöhnung in Nordrhein-Westfalen zu erleichtern, werden zudem seine Eltern von Berlin nach Leverkusen ziehen.

BVB und Co. schreckten vor den Finanzen zurück

Dass Bayer Leverkusen am Ende triumphierte, lag jedoch nicht nur an den familiären Strukturen, sondern maßgeblich am finanziellen Willen der Werkself.

Leverkusen überwies die vertraglich verankerte Ausstiegsklausel von rund neun Millionen Euro an Hertha BSC. Nach Sport-Bild-Informationen startet Eichhorn zudem mit einem Grundgehalt von knapp 2,5 Millionen Euro pro Jahr, das leistungsbezogen weiter ansteigen soll.

Ein Grund, warum Topklubs wie Borussia Dortmund, der FC Bayern München oder der FC Liverpool letztlich abwinkten, war auch das kolportierte Handgeld. Medienberichten zufolge floss für die Unterschrift eine einmalige Zahlung von rund zehn Millionen Euro an die Spielerseite. Eine Summe für einen 16-Jährigen, die der Konkurrenz schlichtweg zu hoch war, für Bayer Leverkusen jedoch als lohnendes Investment gilt.


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