Die Posse rund um den gescheiterten Schalke-Wechsel von Jesper Lindstrøm geht in die nächste Runde. Denn am Montagabend meldete sich die SSC Neapel mit einem offiziellen Statement zu Wort. Um Klarheit zu schaffen, "da in der Presse unrichtige Informationen verbreitet wurden", wie die Italiener klar stellten.
"Nachdem gestern ein Schriftwechsel über die allgemeinen Vertragsbedingungen stattgefunden hatte, ohne dass dabei die finanziellen Bedingungen der Vereinbarung und die Zahlungsmodalitäten jemals in Frage gestellt wurden, hat uns der deutsche Verein heute um 13:00 Uhr mitgeteilt, dass einige der vorgeschlagenen Klauseln nicht akzeptabel seien", erläuterte Napoli.
Dabei führte der S04 wohl auch die Verletzungen zweier Spieler am Wochenende an, die demnach "eine Anpassung der Transferstrategien erforderlich gemacht hätten". Damit sind Dejan Ljubicic und Robin Gosens gemeint, die sich im Testspiel gegen Hessen Kassel verletzt hatten. Das Pikante: Das Duo soll gar nicht allzu lange ausfallen – ergo wäre es schon sehr verwunderlich, wenn kleinere Verletzungen plötzlich für eine Anpassung der Strategie sorgen würden.
Laut Angaben der SSC habe man nur wenige Minuten später eine Antwort gesendet, in der zwar bekräftigt wurde, "dass es sich um Detailänderungen hinsichtlich der Struktur des Geschäfts handelte". Man habe jedoch "Verständnis für die neu entstandenen sportlichen Erfordernisse des deutschen Vereins" gezeigt und sei bereit gewesen, "die von Schalke vorgeschlagene Vertragsfassung zu akzeptieren".
"Dennoch bestätigte der deutsche Verein um 17:32 Uhr, dass er aufgrund geänderter Prioritäten beim Aufbau des Kaders nicht mehr interessiert sei, was die tatsächlichen Gründe für das Scheitern des Transfers deutlich macht", stellte Napoli klar.
In deutschen Medien war zuvor berichtet worden, dass Napoli sich nicht an getroffene Absprachen gehalten habe und die Modalitäten des Transfers nochmal ändern wollte. Darauf wollte Schalke sich nicht einlassen, weshalb man den Deal platzen ließ.
Die Ausführungen der Italiener werfen aber ein völlig neues Licht auf den Vorgang und lassen eher vermuten, dass die Schuld beim FC Schalke lag. Laut eigenen Angaben war Napoli bereit, die Bedingungen des Aufsteigers zu akzeptieren.
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