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Nagelsmann-Abschied nach der WM? Völler mit deutlichem Statement

Verlässt Julian Nagelsmann den DFB nach der anstehenden Weltmeisterschaft?
Rudi Völler und Julian Nagelsmann sind ein eingespieltes Team
Rudi Völler und Julian Nagelsmann sind ein eingespieltes Team | Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Nur noch rund sieben Wochen sind es, bis die WM in den USA, Kanada und Mexiko angepfiffen wird. Und dort will das DFB-Team eine bessere Rolle spielen als bei den vergangenen zwei Ausgaben, als man sang- und klanglos in der Gruppenphase ausschied.

Der Fokus liegt also auf Bundestrainer Julian Nagelsmann. Der 37-Jährige verspielte in den letzten Monaten allerdings den Kredit, den er sich vor und während der Heim-EM 2024 aufgebaut hatte. Fragwürdige Interviews, schwer nachvollziehbare Aussagen zu bestimmten Spielern oder das beiseite gelegte Leistungsprinzip sind vielen Fans ein Dorn im Auge.

Vor diesem Hintergrund gab es zuletzt immer wieder Stimmen zu hören, die sich wünschen, Nagelsmann solle nach der WM aufhören und sein Amt als Bundestrainer niederlegen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat dazu eine klare Meinung.

Klares Bekenntnis zu Nagelsmann

"Was nach der EM 2028 wird, das kann ich noch nicht sagen bei ihm. Bis 2028 aber auf jeden Fall."
Rudi Völler

"Beim DFB sind sie total zufrieden, wie Julian das macht. Was nach der EM 2028 wird, das kann ich noch nicht sagen bei ihm. Bis 2028 aber auf jeden Fall", erklärte Völler am Rande des Pokalhalbfinals zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München.

Gleichzeitig kann der 66-Jährige die Kritik an Nagelsmanns Personalentscheidungen nicht nachvollziehen: "Julian ist ein Top-Trainer. Der ist total empathisch. Ich weiß, wie er mit den Spielern umgeht. Was Besseres kann man sich nicht wünschen."

Völler rüffelt Sammer

Gleichzeitig nahm er auch noch Bezug auf die Kritik von Matthias Sammer – und kritisierte diesen scharf. Sammer hatte in Triple – Der Hagedorn-Fußballtalk Nagelsmanns Umgang mit Deniz Undav kritisiert. Sammer erklärte im Wortlaut: "Auch das mit seiner Ehefrau ist so ein Schmankerl, sie ins Spiel zu bringen und zu sagen: 'Mensch, die hat mich darauf hingewiesen.' Das macht ihn auf der einen Seite sympathisch, auf der anderen Seite – hochprofessionell betrachtet – würde ich sagen: Julian, das gehört hier nicht her."

Völler hat dazu eine klare Meinung: "Da hat er natürlich definitiv nicht recht. Wenn das die Probleme sind bei uns in Deutschland, wenn der Bundestrainer mit seiner Frau mal was bespricht. (...) Ich erinnere immer gerne an Otto Rehhagel, ohne seine Beate hat er keinen Transfer gestemmt. Ich glaube, selbst Berti Vogts hat damals auf seine Frau gehört, Oliver Bierhoff mit zur EM zu nehmen 1996."

Man merkt: Es ist ordentlich Feuer drin in der Causa Nagelsmann – und das dürfte in den kommenden Wochen, wenn der Bundestrainer seinen WM-Kader bekannt gibt vermutlich noch größer werden...


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