Der FC Bayern München verfolgt bei Arijon Ibrahimović einen klaren Campus-Plan: Das Eigengewächs soll über regelmäßige Spielpraxis bei Leihstationen an das Niveau der Profimannschaft herangeführt werden. Dieses Konzept scheint voll aufzugehen. Nach seinen Stationen bei Frosinone Calcio und Lazio Rom hat der gebürtige Nürnberger in der abgelaufenen Saison beim 1. FC Heidenheim einen enormen Entwicklungsschritt gemacht.
Stark in Heidenheim, Marktwert explodiert
Unter Trainer Frank Schmidt verbesserte der U21-Nationalspieler nicht nur seine Konstanz und Athletik, sondern legte auch im Spiel gegen den Ball massiv zu. In den Bundesliga-Statistiken mischte der Linksaußen bei Sprints und intensiven Läufen ganz vorne mit. Zudem überzeugte er mit zwei Toren und fünf Vorlagen in 32 Ligaspielen – auch wenn der 20-Jährige den bitteren Abstieg der Heidenheimer letztlich nicht verhindern konnte.
"Es war mir im Vorfeld wichtig, dass ich viel Einsatzzeit und viele Spielminuten bekomme, um mich zu zeigen. Das ist gelungen und daher glaube ich, dass es ein sehr gutes Jahr für mich war", bilanzierte Ibrahimović kürzlich im Gespräch mit Transfermarkt. Seine Leistungen spiegeln sich auch in seinem Marktwert wider, der beim jüngsten Update auf starke zehn Millionen Euro anstieg.
Kompany plant mit ihm – Bundesliga-Rivalen lauern
Nach Ablauf der Leihe kehrt der Rechtsfuß nun vorerst nach München zurück, wo sein Vertrag noch bis 2027 datiert ist. Dem Vernehmen nach möchte der deutsche Rekordmeister das Top-Talent nun fest in den Profikader integrieren. Besonders Neu-Trainer Vincent Kompany soll ein großer Fan des variablen Angreifers sein und plant, ihm an der Säbener Straße eine echte sportliche Perspektive mit regelmäßigen Einsatzzeiten aufzuzeigen.
Doch sollte Ibrahimović in der anstehenden Sommervorbereitung nicht vollends überzeugen oder die Bayern-Verantwortlichen letztlich doch einen finanziell lukrativen Verkauf in Betracht ziehen, stehen die Interessenten bereits Schlange. Dabei verlaufen die heißesten Spuren aktuell direkt innerhalb der Bundesliga.
Werder Bremen und der FC Augsburg beobachten die Situation genau und würden ein Leihgeschäft bevorzugen (wofür Ibrahimović zunächst in München verlängern müsste). Die finanzkräftigeren internationalen Starter TSG Hoffenheim und VfB Stuttgart könnten hingegen auch einen festen Transfer stemmen und haben ihre Fühler ebenfalls ausgestreckt.
Dass Ibrahimović international begehrt ist, zeigte sich bereits in der etwas jüngeren Vergangenheit. So hatte sich laut Transfermarkt unter anderem die PSV Eindhoven nach dem Youngster erkundigt. Auch aus der englischen Premier League gab es immer wieder loses Interesse, etwa von Crystal Palace, Aston Villa, dem FC Fulham, dem FC Brentford und Brighton & Hove Albion. Für den 20-Jährigen steht in diesem Sommer jedenfalls eine richtungsweisende Entscheidung an – die Qual der Wahl hat er sich durch seine starke Entwicklung im letzten Jahr redlich verdient.
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