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Nächster Hertha-Abgang? Auch dieser Profi hat in Berlin keine Zukunft

Der Hauptstadtklub hat den Kader schon stark ausgedünnt. Nun steht der nächste Profi vor dem Absprung.
Leon Jensen im Ligaspiel gegen Hannover 96
Leon Jensen im Ligaspiel gegen Hannover 96 | picture alliance/GettyImages

Mit dem Auftaktsieg beim VfL Bochum (1:0) im Rücken treibt Hertha BSC den großen Kaderumschwung weiter voran. Während auf der einen Seite weiter nur ein externer Zugang gelistet ist, steht nach den äußerst prominenten Abgängen von Fabian Reese, Kennet Eichhorn, Tjark Ernst, Michael Cuisance und etlichen weiteren nun der nächste Profi vor dem Abschied: Leon Jensen (29) wurde von Stefan Leitl aussortiert und soll sich offenbar einen neuen Verein suchen.

Die Zeichen sind klar: Statt mit den Profis in Bochum stand Jensen am Wochenende beim Auswärtsspiel der Reserve in der Regionalliga Nordost bei Lok Leipzig (2:1) auf dem Platz. Der in der Hertha-Jugend ausgebildete und im vergangenen Sommer ablösefrei vom Karlsruher SC zurückgekehrte Mittelfeldspieler besitzt nur noch einen Vertrag bis zum kommenden Sommer. Ein Leihgeschäft ist demnach vom Tisch, die Hertha sucht einen Käufer für Jensen, dessen Marktwert auf 700.000 Euro taxiert wird.

Angesichts des Verkaufswillens der Hertha und der nur noch kurzen Vertragslaufzeit dürfte die nötige Ablöseforderung aber deutlich niedriger liegen - ein attraktives Angebot für einen zentralen Mittelfeldspieler mit der Erfahrung aus 82 Zweitligaeinsätzen.

Kein Durchkommen in der voll besetzten Leitl-Zentrale

Bei der Hertha konnte sich Jensen in der vergangenen Spielzeit auch aufgrund von Verletzungsproblemen nicht durchsetzen. Dabei hatte er zu Saisonbeginn zunächst Leitls Vertrauen erhalten und in den ersten sieben Zweitligaspielen fünf Mal in der Startelf gestanden. Ein Muskelfaserriss bremste ihn dann aber komplett aus. Auch nach der wochenlangen Verletzungspause kam er zu keinem Einsatz mehr.

Und auch die vielen Abgänge in diesem Sommer spülten Jensen nicht nach vorne. Das Mittelfeldzentrum der Berliner ist üppig besetzt - und Leitl plant augenscheinlich anders. Paul Seguin (31) und Kevin Sessa (26) sind auf Sechs und Acht gesetzt. Dahinter drängen sich Pascal Klemens (21) und Boris Mamuzah Lum (18) auf.

Und auch offensiv setzt die Hertha klar auf einen Jugendkurs. Offensiv hat sich Soufian Gouram (20), der in Bochum den Siegtreffer auflegte, erst einmal festgespielt. Dahinter gelten laut Bild die Talente Selim Telib und Kian Todorovic als förderungswürdig.


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