Nächster Barça-Patzer: Flick wieder mit herber Schiri-Kritik
Von Franz Krafczyk

Die erhoffte Reaktion auf die 0:4-Blamage in der Copa del Rey bei Atlético Madrid ist dem FC Barcelona nicht gerade gelungen - ganz im Gegenteil: Die Blaugrana verlor auch das kleine katalanische Derby beim FC Girona mit 1:2 und verlor damit die Tabellenführung von La Liga an Real Madrid.
Eine Partie, in der Barça mit vielen verpassten Gelegenheiten durch Lamine Yamal, Raphinha und Co. Chancenwucher betrieb und somit selbst schuld war, am Ende keinen Zähler beim kleinen Nachbarn mitgenommen zu haben. Das zweite Gegentor, welches das Spiel in der Schlussphase entschied, geht aber womöglich auf die Kappe des Schiedsrichters - zumindest behauptet dies Barcelonas Trainer Hansi Flick.
Flick stichelt: "Sie waren auf demselben Niveau wie wir"
"Ich möchte darüber nicht reden. Jeder hat gesehen, was beim zweiten Gegentor passiert ist", schimpfte Flick nach der Partie (via Mundo Deportivo) über den Siegtreffer durch Fran Beltran in der 86. Minute. Auch auf Nachfrage wollte der 60-Jährige nicht näher auf die Aktion eingehen, ergänzte nur: "Sie haben die Szene alle gesehen. War es ein Foul oder nicht? Ja? Vielen Dank, mehr muss man dazu nicht sagen."
In der Tat ging dem späten Tor ein Tritt von Claudio Echeverri auf den Fuß von Jules Koundé voraus, Schiedsrichter Cesar Soto Grado ahndete diesen allerdings nicht mit einem Foulspiel. "Wir haben in der zweiten Halbzeit wirklich schlecht gespielt. Unsere Defensive war schwach", bezog sich Flick daher lieber auf die Leistung seiner Mannschaft, nur um kurze Zeit später noch einmal gegen die Unparteiischen zu sticheln: "Es gibt keine Ausreden, aber sie (die Schiedsrichter) waren auf demselben Niveau wie wir, also ist es vielleicht kein gutes Niveau."
Müdigkeit als Grund für Barças Durchhänger?
Doch selbst ein Unentschieden in Girona hätte sicherlich nicht für Zufriedenheit in der Barça-Kabine gesorgt, zumal die Katalanen auch bei einer Punkteteilung die Tabellenführung an den großen Rivalen aus Madrid verloren hätten. "Wir sind nicht gut drauf, wir stecken in einer Krise. Es ist noch ein langer Weg, bis wir wieder konkurrenzfähig sind und die Tabellenführung zurückerobern können", analysierte Flick schonungslos.
Der frühere Bundestrainer stellt derzeit eine zunehmende Ermüdung innerhalb seiner Mannschaft fest, was er als Grund für die aktuelle Schwächephase ansieht. "Die Mannschaft ist müde, nicht frisch, aber wir müssen hungriger sein, um Spiele zu gewinnen. Mehr Kontrolle, weniger Fehler."
Trotzdem erwartet Flick von seiner Mannschaft eine schnelle Verbesserung, schließlich geht jetzt die heiße Phase der Saison los, in der es um die Titel geht. In der Liga wird die Aufgabe aber durch die Niederlage in Girona nicht gerade leichter.
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