Es war neben dem harten Foul von Nico Schlotterbeck an Josip Stanisic der Schockmoment beim Klassiker zwischen Bayern und Dortmund: die Verletzung von Emre Can. Der Dortmunder Kapitän zog sich einen Kreuzbandriss zu, spielte zunächst aber noch ein paar Minuten weiter, bevor er endgültig ausgewechselt wurde.
Für Can selbst ist die Verletzung ein Schock. Nicht nur hat er jetzt keine Chance mehr, an der WM in knapp drei Monaten teilzunehmen, zudem steht er auch beim BVB vor einer ungewissen Zukunft. Sein Vetrag läuft nämlich im Sommer aus. Wird Can also mitten in seiner Reha vereinslos und muss sich einen neuen Verein suchen?
Edle Geste vom BVB
Laut der Bild ist die klare Antwort hier: Nein. Der BVB wird dem 32-Jährigen laut dem Boulevardblatt definitiv einen neuen Vertrag vorlegen. Nach der OP, so ist der Plan, sollen konkrete Verhandlungen über die Verlängerung aufgenommen werden. Der Verein möchte ihn in dieser schwierigen Situation auf keinen Fall alleinlassen, heißt es.
Beim möglichen Vertrag soll es sich dabei um einen Deal über ein Jahr zu reduzierten Bezügen handeln. Das ist insofern beachtlich, da bis vor kurzem eigentlich immer über einen mehrjährigen und langfristigen Kontrakt verhandelt wurde.
Bleibt Can Kapitän?
Sportdirektor Sebastian Kehl betonte nach dem Klassiker: "Emre wird von uns in den nächsten Monaten jede Unterstützung bekommen, damit er wieder vollständig gesund wird." Und dazu zählt wohl auch ebenjener neue Vertrag.
Ob Can bei einer Verlängerung auch Kapitän der Mannschaft bliebe, ist allerdings offen. Nico Schlotterbeck gilt als sein Nachfolger, sollte er seinen Vertrag bei den Schwarz-Gelben verlängern. Und im Falle eines Wechsels des 26-Jährigen werden insbesondere Waldemar Anton gute Chancen eingeräumt.
Das ist jedoch alles noch Zukunftsmusik. Für Can geht es jetzt ohnehin erstmal nur um eins: So schnell wie möglich wieder gesund zu werden. Alles andere kommt danach.
Weitere BVB-News lesen:
