Nach verletzungsbedingter Auswechslung: BVB mit schlimmen Befürchtungen bei Can
Von Yannik Möller

Es ist offenbar davon auszugehen, dass die Saison für Emre Can bereits vorzeitig gelaufen ist. Bei der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern musste der Kapitän von Borussia Dortmund zur Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Dabei handelte es sich aber nicht bloß um eine Vorsichtsmaßnahme, sondern um eine dringend notwendige Reaktion.
Bereits kurz nach dem Abpfiff stand die Befürchtung, dass sich Can einen Kreuzbandriss zugezogen haben könnte. "Ich will nicht zu viel sagen, aber der Doc hat kein gutes Gefühl", äußerte sich auch Niko Kovac alles andere als optimistisch dazu (via kicker). Die ersten Untersuchungen sehen "nicht ganz positiv" aus, so der Cheftrainer von Schwarz-Gelb weiter. Auf die befürchtete Prognose angesprochen, erklärte er: "Es sieht ein bisschen danach aus. Er hat auch was gehört."
Ursächlich dürfte bereits die elfte Spielminute gewesen sein, in der sich Can abseits des Spielfeldes vertreten hatte. Ein weiterer Zweikampf, etwa eine halbe Stunde später, wird die Verletzung wohl besiegelt haben. Bis zur Halbzeit spielte der 32-Jährige nach entsprechendem Signal seinerseits aber noch weiter. Rückblickend wohl eine Mischung aus Adrenalin und einer zwar gut gemeinten, aber zu großen Portion an Ehrgeiz.
"In der ersten Aktion war schon was. Er hat dann noch mal weitergemacht. Die zweite Aktion hat ihm dann, glaube ich, noch den Rest gegeben - leider", beurteilte auch Kovac die zwei Szenen entsprechend. Die Team-Ärzte seien angesichts der Aussage von Can, dass er noch weiterspielen wollte, auch machtlos gewesen. Offenbar hätten sie ihn schon vorher untersuchen wollen.
Im Falle des Kreuzbandrisses: Was wird aus der geplanten Verlängerung?
Sollten sich die Befürchtungen um einen Kreuzbandriss bestätigen, wird Can nicht nur die restliche Saison, sondern auch die komplette Vorbereitung im Sommer verpassen. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining wäre dann wohl frühestens für den Spätsommer denkbar, eine Comeback im Spiel erst ein paar Wochen darauf.
Damit stellt sich auch die Frage, was aus der angedachten Vertragsverlängerung beim BVB werden würde. Bislang galt dieser Schritt eigentlich nur noch als Formsache, Klub und Spieler wollten die Zusammenarbeit unbedingt fortsetzen. Sollte der Kapitän aber nun über ein halbes Jahr ausfallen, könnten die Verantwortlichen gezwungen sein, doch anderweitig zu planen.
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