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Nach Transfer-Hickhack – Bayer holt Wunschspieler zurück

Nach wochenlangen Verhandlungen mit Al-Ittihad ist der Durchbruch geschafft: Moussa Diaby steht unmittelbar vor seiner Rückkehr zu Bayer 04 Leverkusen.
Moussa Diabys Rückkehr zu Bayer Leverkusen steht kurz bevor
Moussa Diabys Rückkehr zu Bayer Leverkusen steht kurz bevor | ANP/GettyImages

Die wochenlange Hängepartie um Moussa Diaby ist offenbar beendet. Nach rund vier Wochen Verhandlungen hat Bayer 04 Leverkusen den Durchbruch bei der Rückholaktion des Franzosen geschafft. Transfer-Insider Florian Plettenberg von Sky vermeldet den Coup bereits als "Done Deal." Demnach haben sich Bayer und Al-Ittihad mündlich auf einen permanenten Transfer geeinigt. Zuvor berichtete auch der kicker von einer Einigung.

Diaby vor Rückkehr bis 2031

Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sich die Werkself und der saudische Klub auf eine Ablöse von knapp unter 30 Millionen Euro verständigt. Damit ist gleichzeitig die bislang größte Hürde des Transfers genommen: die Abfindung für Diaby.

Der 27-jährige Franzose steht bei Al-Ittihad eigentlich noch bis 2028 unter Vertrag und soll dort rund zehn Millionen Euro netto pro Jahr verdienen. Für seine Rückkehr nach Leverkusen musste deshalb nicht nur eine Ablöse zwischen den Klubs ausgehandelt werden, sondern auch eine finanzielle Lösung für den Spieler gefunden werden. Beide Punkte waren eng miteinander verknüpft.

Plettenberg berichtet nun von einem vollständigen mündlichen Durchbruch. Diaby soll sich mit Bayer bereits auf einen Vertrag bis 2031 geeinigt haben. Zwischen den Klubs werden demnach lediglich letzte Details geklärt, anschließend stehen Medizincheck und Vertragsunterschrift an. Der Transfer soll also nun endgültig über die Bühne gehen.

Der Durchbruch gelang am Mittwochvormittag nach wochenlangem Ringen. Zwischenzeitlich drohte die Rückholaktion sogar zu platzen. Diaby hatte sich zuletzt für drei Spiele von Al-Ittihad als mental nicht einsatzfähig erklärt und fehlte jeweils im Spieltagskader. Auch sein Berater erhöhte öffentlich den Druck und machte klar, dass der Franzose den Klub unbedingt verlassen wolle. Gleichzeitig schafft Bayer durch die bevorstehenden Abgänge von Ernest Poku (90min berichtete) und Exequiel Palacios zusätzlichen finanziellen Spielraum

Diaby soll Bayers rechte Seite beleben

Sportlich könnte die Rückkehr für Bayer kaum wichtiger sein. Die rechte Außenbahn ist im neuen 4-3-3-System von Carles Martinez eine Schlüsselposition. Aktuell fehlt dort allerdings noch eine echte Toplösung, zumal Youngster Montrell Culbreath wegen einer Fußverletzung ebenfalls ausfällt.

Diaby kennt Leverkusen bestens: Zwischen 2019 und 2023 absolvierte der Franzose 171 Pflichtspiele für die Werkself und erzielte dabei 49 Tore. Gemeinsam mit Patrik Schick, Ibo Maza und Neuzugang Afonso Moreira könnte Diaby künftig eine der gefährlichsten Offensivreihen der Bundesliga bilden.

Auch finanziell ist die Rückholaktion bemerkenswert. Bayer hatte Diaby 2023 für 55 Millionen Euro an Aston Villa verkauft, ehe er ein Jahr später für rund 60 Millionen Euro zu Al-Ittihad weiterzog. Nun steht seine Rückkehr für weniger als 30 Millionen Euro unmittelbar bevor. Damit würde die Werkself ihren ehemaligen Offensivstar für ungefähr die Hälfte der damaligen Verkaufssumme zurückholen – und gleichzeitig eine der größten Baustellen im eigenen Kader schließen.


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