Nach Tapsoba-Verletzung: Kommt noch ein neuer Innenverteidiger?
Von Fabian Küpper

Mit 1:4 verlor Bayer Leverkusen am Samstagabend gegen den VfB Stuttgart. Alle vier Gegentore fing sich die Werkself dabei vor der Pause. Es war die schlechteste Leistung unter Trainer Kasper Hjulmand und ein verkorkster Start in das Jahr 2026.
Insbesondere die Abwehr war überhaupt nicht sattelfest, mit Edmond Tapsoba fehlte der Leader in der Verteidigung. Der 26-Jährige weilte noch beim Afrika Cup mit seinem Heimatland Burkina Faso. Doch es wird noch bitterer. Denn Tapsoba zog sich bei der 0:3-Niederlage im Viertelfinale gegen die Elfenbeinküste um Shootingstar Yan Diomande eine Oberschenkelverletzung zu.
Zwei bis drei Wochen wird der 26-Jährige jetzt fehlen – eine Hiobsbotschaft für Leverkusen, wo man jetzt vor der Frage steht: Holt man jetzt noch Verstärkung an Bord? Oder geht man das Risiko ein und setzt auf den aktuellen Kader?
Engpass in der Innenverteidigung
Laut der Bild wurde die Verpflichtung eines neues Innenverteidigers bereits vor der Verletzung Tapsobas diskutiert. Grund sei die dünne Personaldecke: Von den etablierten Verteidigern sind aktuell nur Jarell Quansah und Loic Badé fit, ansonsten hat Bayer nur noch die Youngsters um Jeannuel Belocian oder den 18-jährigen Issa Traoré zur Verfügung.
"Wir beobachten grundsätzlich immer den Markt", sagt Leverkusens Sport-Boss Simon Rolfes auf Bild-Nachfrage. Das Problem: Ein Neuzugang müsste sofort helfen und für einen Qualitätssprung im Kader sorgen. Solche Spieler findet man in der Winterpause generell eher selten.
Vertrauen in die eigenen Spieler
Ein Transfer gilt deshalb aktuell als wenig wahrscheinlich. Doch das liegt nicht nur an der schwierigen Marktlage, sondern auch an Belocian. Die Verantwortlichen sind trotz des schlechten Auftritts gegen Stuttgart weiterhin von den Qualitäten des 20-Jährigen überzeugt. Bestärken sollen sie dabei seine Auftritte gegen Manchester City und RB Leipzig.
Es spricht also vieles dafür, dass Bayer bis zur Rückkehr von Tapsoba mit Quansah, Badé und Robert Andrich in der Innenverteidigung aufläuft. Sollte sich von diesem Trio allerdings auch noch jemand verletzen, dann wäre die Not im Abwehrzentrum wirklich groß. Bleibt zu hoffen, dass soweit nicht kommt.
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