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Nach Stress wegen Castrop-Rot: Ist Polanski eine One-Man-Show?

Die Rote Karte von Jens Castrop sorgte für Stress im Gladbacher Trainerteam. Es kam der Vorwurf auf, Polanski sei quasi eine One-Man-Show. Darauf reagierte der 40-Jährige aufbrausend.
Entscheidet Polanski bei Gladbach alles alleine?
Entscheidet Polanski bei Gladbach alles alleine? | Christian Verheyen/GettyImages

Ganz gerettet ist Borussia Mönchengladbach noch nicht. Allerdings sieht es angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf Platz 17 und sechs auf Platz 16 in Bezug auf ein weiteres Jahr Bundesliga gut aus.

Das ist jedoch weniger den eigenen als vielmehr der Leistungen der Konkurrenz zu verdanken. Beim 0:0 am Wochenende gegen den VfL Wolfsburg gaben die Fohlen einen erschreckenden Eindruck ab – und verloren auch noch Allzweckwaffe Jens Castrop nach groben Foulspiel für drei Partien. Diese Personalie erhitzt dabei die Gladbacher Gemüter.

Polanski wehrt sich

Denn wenn es nach Co-Trainer Guido Streichsbier und weiteren Assistenten gegangen wäre, dann hätte der südkoreanische Nationalspieler zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr auf dem Platz gestanden. Polanski aber ignorierte die Einwände seiner Kollegen, was nach Schlusspfiff für reichlich Diskussionen innerhalb des Trainerteams sorgte (90min berichtete).

"Das ist hier sicher keine One-Man-Show! "
Eugen Polanski (Bild)

Die Bild fragte deshalb bei Polanski nach, wie genau die Kommunikation während des Spiels abläuft – und ob er sich immer noch viel Rat bei seinen Assistenten holt oder mittlerweile den Großteil der Entscheidungen selbst trifft.

Polanski entgegnete: "Das ist hier sicher keine One-Man-Show! Natürlich treffe ich am Ende die Entscheidungen, ich muss ja auch den Kopf dafür hinhalten. Aber es war so und wird auch so bleiben, dass ich mir andere Meinungen einhole, während der Spiele auch von Rouven Schröder oder unserem Video-Analysten Philipp Schützendorf.

Dies seien meistens "kurze, klare Ansagen". Zudem gäbe es auch "unterschiedliche Ansichten" – "und dann muss eine Entscheidung getroffen werden. Ob die richtig war, weiß man dann meistens erst nach dem Spiel", ergänzte der 40-Jährige.

Castrop-Protest abgewiesen

Aufgrund von Polanskis Entscheidung wird Gladbach deshalb in den letzten drei Spielen nicht auf Castrop zurückgreifen können. Denn der Einspruch der Fohlen, die Sperre zu reduzieren, wurde abgeschmettert. "Drei Spiele halten wir für viel zu hart, deshalb haben wir Einspruch eingelegt. Aber Jens ist als Wiederholungstäter eingestuft worden, deshalb ist es dabei geblieben", erklärte Sportdirektor Rouven Schröder.

Gleichzeitig forderte er jetzt, dass sich andere Spieler aufdrängen, um Castrops Platz einzunehmen: "Das ist jetzt auch eine Chance für die, die hinten dran waren und sich fragen, wo sie denn bleiben - unser Kader macht es dem Trainer nicht leicht!"


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