Bei Hertha BSC herrscht vor dem Trainingsauftakt große Unruhe. Mit Kennet Eichhorn, Fabian Reese und Michael Cuisance verlieren die Berliner in diesem Sommer ihre drei wertvollsten Spieler.
Gleichzeitig wartet der Hauptstadtklub weiterhin auf den ersten Neuzugang. Viele Fans sorgen sich deshalb um die sportliche Zukunft der Alten Dame – nun hat der Verein erstmals ausführlich Stellung bezogen.
Hertha setzt auf langfristigen Plan
Die Verkäufe der Leistungsträger waren notwendig, um die Lizenzauflagen zu erfüllen. Rund 22 Millionen Euro nimmt Hertha durch die Transfers des Trios ein, für neue Spieler wurde dagegen noch kein Cent ausgegeben.
Gegenüber der Bild betonten die Verantwortlichen jedoch, dass hinter dem bisherigen Vorgehen eine klare Strategie stecke. "Entscheidungen im Kader, im Personalbereich und im finanziellen Rahmen folgen keinem kurzfristigen Aktionismus, sondern einem klaren Plan", erklärte der Verein.
Ziel sei es, einen entwicklungsfähigen Kader aufzubauen, der sowohl sportlich als auch wirtschaftlich langfristig Bestand habe. Zudem erinnerte Hertha daran, dass zunächst weitere Einnahmen durch Spielerverkäufe erzielt werden mussten, bevor neue Verpflichtungen möglich seien.
Fans werden um Geduld gebeten
Die Kaderplanung verlief bislang allerdings alles andere als reibungslos. Mehrere Wunschspieler, darunter der zuvor ausgeliehene Maurice Krattenmacher, Noah Darvich und Marcus Mathisen, entschieden sich gegen einen Wechsel nach Berlin.
Dennoch wollen die Verantwortlichen ihrem eingeschlagenen Weg treu bleiben. "Wir verstehen die Sorgen der Fans und nehmen diese ernst", erklärte der Klub. Gleichzeitig sei es das Ziel, Hertha BSC nachhaltig wettbewerbsfähig und wirtschaftlich stabil aufzustellen.
Anders als in den vergangenen Jahren, als der Aufstieg stets als klares Saisonziel ausgerufen wurde, wollen sich die Berliner diesmal bewusst noch nicht öffentlich festlegen. Stattdessen sollen die sportlichen Ziele zunächst intern abgestimmt und erst anschließend kommuniziert werden.
Für Trainer Stefan Leitl beginnt damit eine anspruchsvolle Vorbereitung. Nach den zahlreichen Abgängen und bislang ohne Neuzugänge steht der 48-Jährige vor der Herausforderung, eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Zweitliga-Saison zu formen.
