Der Wechsel zum FC Schalke 04 war Anfang August von beidseitigen Misstönen begleitet geplatzt - und nun hat Jesper Lindström einen anderen Verein gefunden. Der ehemalige Profi von Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg, der vorerst weiter beim italienischen Spitzenklub SSC Neapel unter Vertrag steht, soll nach Informationen von Sky leihweise zu RB Salzburg wechseln.
Die Vereinbarung zwischen den Italienern und den Österreichern enthalte dem Bericht zufolge aber auch eine Kaufoption. Am Deadline Day soll Lindström den Medizincheck absolvieren und sich RB anschließen. Der offensive Mittelfeldspieler war vor drei Jahren von Eintracht Frankfurt für eine kolportierte Ablöse von 30 Millionen Euro nach Neapel gewechselt. Den hohen Erwartungen wurde er dort aber nicht gerecht.
Stattdessen folgte nach seiner ersten Saison in Italien eine Leihe zum FC Everton und in der vergangenen Saison ein Leih-Wechsel zum VfL Wolfsburg, der mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga endete. Nun folgt die nächste - und möglicherweise auch die vorerst letzte Leihe.
Verhandlungen mit Schalke wurden zur Transferposse
Die Verhandlungen zwischen Neapel und Schalke waren Anfang August gescheitert, obwohl der Transfer schon auf der Zielgeraden zu sein schien. Nach Darstellung der SSC Neapel hatten sich beide Klubs zunächst grundsätzlich auf einen Wechsel geeinigt, auch die finanziellen Rahmenbedingungen seien von Schalke akzeptiert worden. Erst am folgenden Tag hätten die Königsblauen aufgrund veränderter Anforderungen an die Kaderplanung Anpassungen am Vertrag verlangt, denen Napoli nach eigenen Angaben jedoch zugestimmt habe.
Wenige Stunden später zog Schalke dennoch endgültig den Stecker und erklärte den Italienern, aufgrund der veränderten Kaderplanung kein Interesse mehr an Lindström zu haben. Napoli widersprach daraufhin öffentlich Berichten, wonach der Deal an finanziellen Differenzen oder nicht eingehaltenen Absprachen der Italiener gescheitert sei. Der Serie-A-Klub sah die Verantwortung vielmehr allein bei Schalke und behielt sich wegen der aus seiner Sicht falschen Darstellungen sogar rechtliche Schritte vor.
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