Vertauschte Rollen im Titelrennen: Supercomputer berechnet Meister-Chancen von Barça und Real Madrid

Der Opta-Supercomputer hat nach dem Patzer von Barca gegen Girona das Titelrennen in der spanischen Liga 10.000 Mal simuliert – und dabei eine überraschende Tendenz offenbart.
Fassungslos: Barca hat die Titelentscheidung nicht mehr in der eigenen Hand
Fassungslos: Barca hat die Titelentscheidung nicht mehr in der eigenen Hand / Soccrates Images/GettyImages
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Jetzt liegt der Druck wieder beim FC Barcelona. Mit 1:2 verloren die Katalanen am Montagabend beim FC Girona und mussten die Tabellenführung an Erzrivale Real Madrid abgeben. Mehr noch als die Niederlage echauffierten sich die Katalanen nach dem Spiel aber über die Leistung des Schiedsrichters.

Denn vor dem 2:1-Siegtreffer von Fran Beltran wurde Jules Koundé am Strafraum klar gefoult – ein Pfiff blieb allerdings aus und auch der VAR erkannte kein Foul, weshalb das Tor zählte. Barça gelang keine Antwort mehr, wodurch am Ende die Niederlage und der Verlust der Tabellenführung stand.

Vertauschte Rollen

Durch den Patzer der Blaugrana hat sich die Situation im Tittelrennen damit komplett verändert. Denn jetzt ist Barcelona in der Rolle des Jägers, während Real Madrid plötzlich zum Gejagten geworden ist – und das, obwohl sich die Königlichen seit Monaten in einer Krise befinden.

Und geht es nach dem Supercomputer von Opta, dann stehen die Königlichen auch am Ende der Saison ganz oben. Durch die erneute Niederlage von Barça beziffert er die Meister-Wahrscheinlichkeit der Blancos nach 10.000 Simulationen auf 56,27 Prozent – also auf mehr als die Hälfte.

Team

Durchschnittspunkte

Meisterchance

1.) Real Madrid

88,6

56,27 %

2.) FC Barcelona

87,6

43,69%

3.) Atlético Madrid

70,3

0,04%

Laufkundschaft für Real?

Ein Grund für die hohe Wahrscheinlichkeit: das Restprogramm. Real hat beispielsweise in den kommenden fünf Spielen die deutlich leichteren Gegner als die Katalanen – abgesehen von Atlético Madrid am 22. März, gegen die Real in der Hinrunde 2:5 verlor.

Gegen Osasuna verlor Madrid hingegen seit 15 (!) Jahren nicht mehr. Und auch der FC Getafe, der traditionell über eine unangenehme Defensive verfügt, geht als klarer Außenseiter ins Rennen: Schließlich blieb der Tabellenelfe in den letzten vier Spielen gegen die Königlichen ohne Torerfolg.

Danach warten noch Celta Vigo und Elche, bevor es zum Stadtderby mit Atlético kommt. Die Partie gegen Vigo könnte sich dabei als größter Stolperstein erweisen, denn der Tabellensiebte gewann bereits das Hinspiel im Bernabeu mit 2:0.

Die nächsten fünf Spiele von Real und Barça

Real Madrid

FC Barcelona

CA Osasuna (A) – 21. Februar

UD Levante (H) – 22. Februar

FC Getafe (H) – 2. März

FC Villarreal (H) – 28. Februar

Celta Vigo (A) – 7. März

Athletic Bilbao (A) – 8. März

FC Elche (H) – 15. März

FC Sevilla (H) – 15. März

Atlético Madrid (H) – 22. März

Rayo Vallecano (H) – 22. März

Wochen der Wahrheit in Barcelona

Für Barça wird es deutlich schwieriger, denn bis auf den Tabellenvorletzten Levante, geht es für die Blaugrana nur gegen Teams, die ihnen schon Punkte abgenommen haben oder schwierig zu bespielen sind.

Das Heimspiel gegen den Tabellendritten Villareal könnte schon zu einer kleinen Vorentscheidung im Titelrennen führen. Und auch Athletic Bilbao ist keine Laufkundschaft – erst recht nicht im heimischen San Mamés.

Ebenfalls unangenehm werden die anschließenden Partien gegen den FC Sevilla und Rayo Vallecano. Die Sevillistas besiegten Barça in der Hinrunde mit 4:1, während Rayo dem Team von Hansi Flick ein 1:1 abtrotzte. Barcelona ist also gewarnt.


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