Nach Pfiffen zur Halbzeit: Kwasniok dankt Köln-Fans

Der 1. FC Köln fuhr am Samstag drei Big Points gegen Mainz 05 ein und beendete eine lange Sieglos-Serie. Trotz eines Pfeifkonzerts lobte Trainer Lukas Kwasniok den Kölner Anhang.
Trainer Lukas Kwasniok sah nach längerer Zeit wieder einen Sieg seiner Mannschaft
Trainer Lukas Kwasniok sah nach längerer Zeit wieder einen Sieg seiner Mannschaft / picture alliance/GettyImages
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Lange sah es so aus, als würde die Sieglos-Serie des 1. FC Köln weiter kein Ende nehmen. Die Geißböcke lagen nach inzwischen acht Bundesliga-Spielen ohne Sieg zur Halbzeit auch gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 0:1 zurück.

Die Leistung im ersten Durchgang sorgte beim ohnehin sehr leidgeprüften Kölner Anhang für Unmut. Nachdem Schiedsrichter Felix Zwayer die erste Halbzeit abpfiff, verabschiedeten die Heimfans ihre Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine.

Trainer Lukas Kwasniok, der zuletzt in der Kritik stand, reagierte mit Verständnis auf die Reaktion der Effzeh-Fans. "Das war ja auch in Ordnung. Das ist eine menschliche Reaktion, weil die Menschen die Erwartung hatten, dass wir zur Halbzeit zumindest mal nicht hinten liegen. Der Support war da, aber es gab einen kleinen Bruch, aber es ist besser mit einem 0:1 als mit einem 0:2 in die Halbzeit zu gehen", sagte der 44-Jährige auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Dank Doppelpacker Ache: "Wuchtiger" Effzeh dreht Abstiegskracher

Die Pfiffe sorgten bei der Heimmannschaft offenbar für den nötigen Wachrüttler. Nach dem Seitenwechsel spielte der Aufsteiger deutlich besser, drehte das Spiel durch einen Doppelpack des bislang glücklosen Stürmers Ragnar Ache und bezwang den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt mit 2:1.

Der Doppelpack von Ragnar Ache sorgte für große Erleichterung
Der Doppelpack von Ragnar Ache sorgte für große Erleichterung / Mika Volkmann/GettyImages

Doch nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans zeigten in der zweiten Halbzeit wieder ein anderes Gesicht und hatten laut Kwasniok einen großen Anteil an den wichtigen drei Punkten. "In der zweiten Halbzeit, als wir nichts mehr zu verlieren hatten, haben wir eine gewisse Wucht entwickelt. Das Stadion war ein spielentscheidender Faktor – wir haben eher zwölf gegen elf gespielt. Deswegen danke an die Fans und die Südkurve", so der Trainer.

"Es ist ja logisch. Wenn du länger nicht gewinnst, dann fühlt sich ein Sieg dann etwas größer an", sagte Kwasniok weiter, versuchte dann jedoch, die Euphorie ein wenig zu bremsen: "Aber nüchtern betrachtet gibt es genau drei Punkte dafür. Wir sollten nüchtern bleiben. Wir haben jetzt 20 Punkte und konnten den Abstand nach unten ausbauen. Aber klar, heute sind es drei Punkte mit einer gewissen Erleichterung."


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