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Nach Mohya-Durchbruch: Polanski setzt auf diese drei Gladbach-Juwelen

Unter Trainer Eugen Polanski rückt der eigene Nachwuchs in den Fokus. Auch, weil das die Vorgabe von Sportchef Rouven Schröder ist.
Will in der kommenden Saison bei Borussia Mönchengladbach vermehrt auf den Nachwuchs setzen: Eugen Polanski
Will in der kommenden Saison bei Borussia Mönchengladbach vermehrt auf den Nachwuchs setzen: Eugen Polanski | picture alliance/GettyImages

Die Kohle-Explosion von Wael Mohya sucht bei Borussia Mönchengladbach ihresgleichen. Der 17-jährige Offensivallrounder absolvierte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison gerade einmal 15 Einsätze mit überschaubaren 549 Einsatzminuten. Doch die starken Leistungen in dieser kurzen Zeitspanne katapultierten seinen geschätzten Marktwert von einer knappen Million (Stand Oktober 2025) auf sensationelle 17 Millionen Euro. Ein unfassbarer Sprung, der den Gladbacher Verantwortlichen zeigt, welches immense Potenzial im Fohlenstall schlummert.

VfL-Manager Rouven Schröder hat Coach Eugen Polanski aufgetragen, den hauseigenen Talenten künftig noch mehr Vertrauen und Einsatzzeiten zu schenken. Nach Bild-Informationen ist intern bereits die Zukunftsentscheidung gefallen, welche drei Diamanten in der anstehenden Saison bei den Profis ihre Chance erhalten und in die Fußstapfen von Mohya treten sollen.

Fritz Fleck: Der BVB-Transfer mit Star-Potenzial

Wechselte aus Dortmund an den Niederrhein und steht nun vor dem Bundesliga-Durchbruch: Fritz Fleck
Wechselte aus Dortmund an den Niederrhein und steht nun vor dem Bundesliga-Durchbruch: Fritz Fleck | Christian Verheyen/GettyImages

Angeführt wird die Riege der Top-Talente vom 19-jährigen Fritz Fleck. Das offensive Mittelfeldjuwel absolvierte einen nicht geräuschlosen Wechsel: Im Sommer 2024 verließ er das Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund, was in Westfalen laut Medienberichten für einigen Unmut sorgte.

Am Niederrhein überzeugte Fleck dafür sofort. Der 1,72 Meter große Linksfuß besticht durch enge Ballführung, starke Dribblings und eine ausgeprägte Torgefahr. In insgesamt 54 Einsätzen für die U19 und U23 der Gladbacher verzeichnete er starke 19 Tore und zehn Assists. In der abgelaufenen Regionalliga-Saison etablierte er sich mit fünf Toren fest im Herrenbereich. Zwar stand der U18-Nationalspieler unter Polanski bereits zweimal im Bundesliga-Kader der Profis, blieb dabei jedoch noch ohne Einsatzminuten. Das soll sich nun in der Sommer-Vorbereitung ändern: Fleck wird primär als kreativer Impulsgeber aufgebaut.

Niko Vidic: Der spielmachende Taktgeber

Ein echtes Eigengewächs ist hingegen Niko Vidic. Der 19-jährige Deutsch-Kroate trägt bereits seit der U12 die Raute auf der Brust. Der zentrale Mittelfeldspieler gilt als herausragender Passgeber und Taktgeber, was er in der abgelaufenen Regionalliga-Saison mit sechs Vorlagen in über 20 Startelf-Einsätzen unter Beweis stellte.

Seine Stärken liegen in der Spielübersicht, doch auch bei der Zweikampfführung (acht Gelbe Karten in der Liga) bringt er bereits die nötige Härte für den Herrenbereich mit. In der U23 brillierte er unter anderem beim Saisonausklang in einem Testspiel, als er an fünf Treffern direkt beteiligt war. Gladbach stattete Vidic bereits im Februar 2025 mit einem langfristigen Profivertrag aus, doch seine Leistungen rufen auch Konkurrenz auf den Plan: So soll Fortuna Düsseldorf eine Verpflichtung oder Leihe des Spielmachers im Visier haben.

Iaia Marco Danfa: Der wendige Strafraum-Wühler

Komplettiert wird das Talent-Trio durch den 19-jährigen Iaia Marco Danfa. Der Mittelstürmer aus Guinea-Bissau wechselte im September 2025 vom Berliner AK an den Niederrhein – im Gepäck eine Fabelsaison mit 31 Toren in 26 U19-Spielen für die Hauptstädter.

Die Anpassung an das Herren-Niveau glückte Danfa in Gladbach rasant. Bei seinem Startelf-Debüt in der Regionalliga West schnürte er im Februar direkt einen Doppelpack. Mit einer Körpergröße von 1,70 Metern ist er zwar kein klassischer Zielspieler, doch er besticht durch extreme Wendigkeit, Robustheit und eine enorme Frechheit im gegnerischen Strafraum. Er ist beidfüßig abschlussstark und könnte in der Offensive genau der Spielertyp sein, der um einen großen, wuchtigen Stürmer wie Tim Kleindienst herumwirbelt und so wertvolle Lücken reißt.


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