Beim FC Bayern München weht unter dem neuen Cheftrainer Vincent Kompany und Sportvorstand Max Eberl in diesem Sommer ein spürbar rauer Wind.
Wie die BILD berichtet, wird derjenige, der beim Blick auf die offizielle Homepage des deutschen Rekordmeisters aktuell die "Teams"-Rubrik der Saison 2026/27 durchsucht, gleich vier durchaus prominente Namen vergeblich suchen.
Die Leih-Rückkehrer João Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza und Armindo Sieb wurden komplett aus dem Profi-Aufgebot der Münchner gestrichen.
Dies ist eine eindeutige Bestätigung der jüngsten Aussagen von Max Eberl. Der Sportvorstand hatte bereits in der vergangenen Woche unmissverständlich klargemacht, dass dieses Quartett an der Säbener Straße keine sportliche Zukunft mehr besitzt.
Eberl macht den Stars keine falschen Hoffnungen

"Das haben wir ganz offen kommuniziert. Wir haben mit Sacha, Bryan und João drei Spieler, wo wir sehr offen sind, sie abzugeben", erklärte Eberl zuletzt im Trainingslager am Tegernsee. Auch für den Stürmer Armindo Sieb gilt dieses knallharte Diktat der sportlichen Führung.
Zwar respektiere man die laufenden Verträge der Akteure ausdrücklich – Palhinha und Boey sind beispielsweise bis 2028, Zaragoza gar bis 2029 vertraglich gebunden –, doch die sportliche Planung sieht völlig anders aus.
Cheftrainer Vincent Kompany steht bei diesem harten Kurs voll hinter seinem Sportvorstand. "Ich finde, es ist eine positive Sache, dass der Verein mit den Spielern klar kommuniziert. Ich als Spieler hätte das damals auch gewollt", erklärte der Belgier während der jüngsten Asien-Tour.
"Wenn sich dann einer entscheidet, hierzubleiben, dann wird es relativ hart und kompliziert für ihn, weil er eben keine große Rolle spielen wird", warnte Eberl die Spieler eindringlich davor, ihre lukrativen Verträge in München einfach nur auf der Tribüne aussitzen zu wollen.
Die schwierige Suche nach Abnehmern
Die vom Verein geforderten Wechsel gestalten sich in der Praxis bei allen vier Profis jedoch als äußerst kompliziertes Unterfangen. Nehmen wir das Beispiel Sacha Boey. Der Rechtsverteidiger war in der abgelaufenen Rückrunde an Galatasaray ausgeliehen.
Eine feste Rückkehr an den Bosporus scheiterte zuletzt jedoch an den strengen Ausländerregelungen der türkischen Süper Lig. Nun fordern die Bayern rund 15 Millionen Euro für den einstigen 30-Millionen-Einkauf, was die Suche nach neuen Abnehmern deutlich erschwert.

Auch bei Bryan Zaragoza drängt die Zeit, doch die Umstände sind alles andere als optimal. Der Spanier leidet aktuell an einer hartnäckigen Knieentzündung und kann sich an der Säbener Straße nur individuell fit halten.
Ein fester Verkauf ist aufgrund seines auf vier Millionen Euro taxierten Gehalts derzeit nahezu utopisch. Eine erneute Leihe gilt daher als die realistischste Lösung für eine schnelle Rückkehr in seine spanische Heimat.
Für João Palhinha lief es bei seiner Leihstation Tottenham Hotspur in England zuletzt ebenfalls nicht nach Plan, weshalb die Londoner die vereinbarte Kaufoption nicht zogen. Obwohl finanzstarke Vereine wie Newcastle United oder Aston Villa weiterhin Interesse zeigen, ist die Ablöseforderung der Münchner in Verbindung mit dem üppigen Gehalt des Portugiesen ein enormer Stolperstein in den laufenden Verhandlungen.
Komplettiert wird das Streich-Quartett schließlich von Armindo Sieb. Der Stürmer kam bei seiner vergangenen Leihe beim FSV Mainz 05 meist nur als Joker zum Einsatz und konnte sich nicht nachhaltig empfehlen. Für die ohnehin qualitativ prall gefüllte Bayern-Offensive reicht sein Leistungsniveau aktuell schlichtweg nicht aus, weshalb auch für den Youngster händeringend ein Käufer gesucht wird.
Ndiaye fehlt aus rein formellen Gründen
Ein weiterer Name, der aktuell auf der Homepage der Münchner fehlt, ist indes eine reine Formalität. Der Transfer des erst 18-jährigen senegalesischen Mittelfeld-Juwels Bara Sapoko Ndiaye ist im Hintergrund lediglich noch nicht vollständig abgewickelt.
Im Gegensatz zum gestrichenen Quartett plant Vincent Kompany fest mit dem Top-Talent für die anstehende Bundesliga-Saison.
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