Nach Kaderverbannung: Das sagt Kwasniok über Waldschmidt

Beim 1. FC Köln wurde es zuletzt unruhig - Kwasniok will beschwichtigen.
Luca Waldschmidt war beim 1. FC Köln zuletzt außen vor
Luca Waldschmidt war beim 1. FC Köln zuletzt außen vor / Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages
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Beim ersten Spiel des Jahres 2026 hatte Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln für Aufsehen gesorgt, indem er Luca Waldschmidt nicht gegen Heidenheim nominiert hatte. Dem Effzeh-Coach hatte es wohl nicht gefallen, dass Waldschmidt während der Vorbereitung in einem Interview sein Unverständnis für eine geringe Spielzeit kundgetan hatte.

Seitdem ist die Stimmung in Köln merklich hochgekocht. Es häufen sich Berichte, wonach Kwasniok die Kabine der Geißböcke zu verlieren drohe; zudem machten die Effzeh-Fans mit einem kritischen Banner gegen Kwasniok ihrem Ärger Luft.

Kwasniok zeigte sich von der Reaktion der eigenen Anhänger überrascht und versprach, die Wogen glätten zu wollen. Das schließt auch Waldschmidt ein, denn vor dem Spiel gegen den FC Bayern betonte der Trainer, dass Waldschmidt wieder ein Kandidat für den Kader sei. Seine Verbannung scheint also nicht von langer Dauer gewesen zu sein.

"Das sind harte Entscheidungen", so Kwasniok (via Bild) über die jüngste Nichtberücksichtigung von Waldschmidt, "aber ich bin hier nicht nur angetreten, um Punkte einzuheimsen und den FC in der Liga zu halten, sondern auch, um den FC zu entwickeln. Deshalb die Entscheidung für die Talente. Sie rütteln jetzt an den Jungs, die hier in der Vergangenheit gute Leistungen gebracht haben. Es gibt jetzt Duelle, und ich freue mich darauf."

"Solche Entscheidungen sind nicht für die Ewigkeit bestimmt", betonte Kwasniok. "Jeder kann auf sich aufmerksam machen und wieder Teil des Kaders sein. Ich bin mir sicher: Die Jungs werden sich nicht so leicht wegbeißen lassen." Nach dem Spiel gegen Heidenheim gab es wohl ein klärendes Gespräch mit Waldschmidt - und auch mit Florian Kainz, der gegen den FCH ebenfalls zuhause bleiben musste.

Kwasniok tut gut daran, die Stimmung wieder versöhnlicher zu gestalten. Nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen ist die sportliche Situation unangenehmer geworden - da gilt es, dass alle an einem Strang ziehen und man sich intern nicht gegenseitig zerfleischt.


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