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Nach Gladbach-Abschied: Reitz erklärt brisanten Leipzig-Wechsel

Der Wechsel von Rocco Reitz zu RB Leipzig sorgte vor allem im Fanlager von Borussia Mönchengladbach für herbe Kritik. Mit etwas Abstand hat der Mittelfeldstar seinen Wechsel noch einmal erklärt.
Rocco Reitz wird ab Sommer nicht mehr für die Borussia spielen
Rocco Reitz wird ab Sommer nicht mehr für die Borussia spielen | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Aufgrund seines fußballerischen Könnens und seiner Identifikation mit dem Verein hatte Rocco Reitz das Potenzial, eines Tages zur Legende von Borussia Mönchengladbach zu werden. Doch stattdessen entschied sich der 24-Jährige in diesem Jahr für den nächsten Schritt in seiner Karriere. Seit dem 1. Juli ist er nun auch offiziell Spieler von RB Leipzig.

Diese Entscheidung kam bei den Fans der Fohlen wenig überraschend alles andere als gut an. Das führte dazu, dass das Eigengewächs bei seinem Heimatverein keinen richtigen Abschied genießen konnte. Aus diesem Grund gab Reitz ein letztes Interview auf der Homepage der Borussia.

"Die Entscheidung, Borussia zu verlassen, war mit Sicherheit eine der schwierigsten bisher. Und auch, wenn das wenige Fohlen-Fans verstehen und verzeihen können, aber Ehrlichkeit ist mir wichtig. Ich möchte das Maximum aus meiner Karriere herausholen, und daher war es für mich unausweichlich, den nächsten Schritt zu machen und künftig auch international zu spielen. Und da muss man einfach sagen: Leipzig ist auf einem Top-Niveau. Da geht es auch um das internationale Geschäft, das immer ein Traum von mir war", erklärte Reitz seinen umstrittenen Wechsel.

"Dann kann man sich vorstellen, wie es mir ging"

Mit den Umständen habe Reitz aber durchaus zu kämpfen gehabt. "Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wenn ich sage, ich konnte das Spiel wegen meines Zustandes noch nicht einmal am TV verfolgen, dann kann man sich vorstellen, wie es mir ging. Ich habe erst eine Woche danach so richtig realisiert, dass ich mich nicht von den Fans verabschieden konnte", so der Achter.

Und weiter: "Ich wollte eigentlich die letzten Tage der Saison dazu nutzen, mich von den Fans, den Mitspielern und dem kompletten Staff persönlich und vernünftig zu verabschieden. Dass ich das nicht konnte, hat mich im Nachhinein schon sehr getroffen. Ich finde es unfassbar schade und es nervt mich auch irgendwo, dass sich die Saison dadurch ein bisschen unvollendet anfühlt. Ich hoffe, dass ich das irgendwann nachholen kann. Das ist definitiv ein großer Wunsch von mir."

Reitz-Transfer beschert Gladbach warmen Geldregen

Immerhin bescherte Reitz der Borussia mit dem Wechsel einen warmen Geldregen. Die Roten Bullen überwiesen eine Ablöse von 20 Millionen Euro an den Niederrhein, die durch Bonuszahlungen sogar noch um drei Millionen Euro steigen kann.

"Ich wusste natürlich, dass Borussia nicht im Geld schwimmt und weiß, dass der Ertrag aus meinem Wechsel eine Rolle für die Zukunftsplanung spielen kann", erklärte Reitz offen. Um die Zukunft seines langjährigen Vereins macht er sich keine Sorgen: "Ich habe einen guten Eindruck von dem, was bisher passiert ist und denke, dass Rouven und sein Team einen guten Job machen. Es braucht Veränderung und es braucht neue Spieler. Es freut mich, wenn es gut vorangeht bei Borussia. Und auch wenn ich mich jetzt mit Vorfreude auf Leipzig fokussiere, werde ich mit einem Auge nach Gladbach schauen und die Daumen drücken."


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