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Nach geplatztem Rodri-Deal: Scharfe Kritik an Real Madrid

Ein spanischer Experte kritisiert die Transferplanung der Königlichen und sieht im Mittelfeld eine gefährliche Lücke.
Rodri gab Real im Transferpoker einen Korb
Rodri gab Real im Transferpoker einen Korb | Justin Setterfield/GettyImages

Real Madrid steht nach der gescheiterten Verpflichtung von Rodri offenbar ohne Plan B für das zentrale Mittelfeld da. Genau diese Transferstrategie sorgt nun in Spanien für Kritik. Der renommierte Analyst Bruno Alemany kann die Entscheidung der Königlichen nicht nachvollziehen und sieht darin möglicherweise einen entscheidenden Nachteil im Duell mit dem FC Barcelona.

Alemany kritisiert Reals Transferplanung

In der Sendung 'El Sanedrin' des Radiosenders Cadena SER fand Alemany deutliche Worte. "Für mich unverständlich. Man versucht, den besten Spieler der Welt auf seiner Position zu verpflichten, und wenn er absagt, holt man keinen Ersatz und hat keinen alternativen Plan. Aus Sicht der sportlichen Planung ist das unlogisch", erklärte der Analyst.

Gemeint ist der Versuch der Madrilenen, Rodri von Manchester City loszueisen. Der spanische Mittelfeldspieler entschied sich letztlich jedoch für einen Wechsel zum FC Barcelona und wird dort künftig das Spiel unter Trainer Hansi Flick lenken.

Bei Real fehlt damit weiterhin ein Spieler, der aus dem Zentrum heraus den Rhythmus einer Partie kontrollieren kann. Eine Rolle, die einst Toni Kroos bei den Königlichen ausfüllte. Genau darin sieht Alemany einen möglichen Schwachpunkt im Kader von Jose Mourinho.

Reals Offensive soll die Lücke kaschieren

Auch Analyst Marcos Lopez sieht die fehlende Balance kritisch. "Wir alle reden über Real Madrids überragende Offensive. Aber ist sie besser als die Offensive Frankreichs bei der WM? Mannschaften mit vier brillanten Angreifern brauchen eine stabile Struktur, nicht nur defensiv, sondern auch im Mittelfeld. Und genau das hat Real Madrid derzeit nicht", sagte Lopez mit Blick auf die Offensivpower der Königlichen.

Mit Kylian Mbappe, Vinicius, Jude Bellingham und Yan Diomande verfügt Real zweifellos über enorme individuelle Qualität in der Offensive. Doch gerade bei einer derart hochkarätig besetzten Angriffsreihe muss die Balance im Team stimmen. Ohne ausreichende Kontrolle im Zentrum und die nötige Defensivarbeit der Offensivspieler droht Real trotz seiner enormen Qualität nach hinten weiterhin extrem anfällig zu sein.

Für Alemany und Lopez ist deshalb klar: Will Mourinho mit den Königlichen um die großen Titel spielen, muss Real trotz seiner Star-Offensive eine Lösung für die fehlende Kontrolle im Mittelfeld finden. Gerade im Kampf um die spanische Meisterschaft mit dem durch Rodri verstärkten Barça könnte sich diese Schwachstelle für Real noch als entscheidend erweisen.


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