Mit 13 Treffern in der abgelaufenen Bundesliga-Saison schoss der erst 19-jährige Said El Mala den 1. FC Köln fast im Alleingang zum Klassenerhalt. Nach dieser grandiosen Breakout-Saison, die ihn zum wertvollsten FC-Spieler aller Zeiten machte, entwickelte sich der Linksaußen prompt zur heißesten Transfer-Aktie der Domstadt.
Ein Rekord-Wechsel auf die Insel schien bereits beschlossene Sache, doch ein 50-Millionen-Euro-Deal mit dem FC Brentford platzte im Juni völlig überraschend auf der Zielgeraden. Die Spielerseite, beziehungsweise die Familie, hatte das vorbereitete Angebot im letzten Moment abgelehnt.
Türoff erwartet weitere Top-Angebote
Seitdem ranken sich wilde Spekulationen um die Zukunft des U21-Nationalspielers. Neben einem kolportierten Interesse von Borussia Dortmund und Brighton wurde zwischenzeitlich gar über einen Verbleib in Köln und sogar ein vermeintliches Angeot der TSG Hoffenheim spekuliert. Doch in der Chefetage rechnet man fest mit weiteren Mega-Offerten aus dem Ausland.
Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff stellte gegenüber der Bild nun unmissverständlich klar, dass der erste Vorstoß aus England nur der Anfang gewesen sei. Der Markt für den Offensivstar sei schlichtweg sehr viel größer als nur das jüngste Angebot aus Brentford. Man geht intern fest davon aus, dass in den kommenden Wochen noch ganz andere Vereine mit konkreten Zahlen vorstellig werden.
Der FC diktiert den Preis
Der 1. FC Köln diktiert in diesem Poker ganz klar die Spielregeln. Da der gebürtige Krefelder erst im vergangenen Jahr einen langfristigen Vertrag bis 2030 unterschrieb – und das gänzlich ohne Ausstiegsklausel –, gibt es für die Rheinländer absolut keinen Verkaufszwang. Die Bosse beharren weiterhin eisern auf ihrer Rekordforderung von 50 Millionen Euro.
Türoff betonte deutlich, dass der Verein nicht bereit sei, faule Kompromisse einzugehen. Ein Transfer, bei dem die Ablöse zugunsten eines höheren Handgeldes oder üppigerer Beraterprovisionen für die Spielerseite gedrückt wird, ist am Geißbockheim kategorisch ausgeschlossen. Genauso wie die Familie für sich entscheide, was richtig sei, bestimme der FC die finanziellen Bedingungen des Wechsels.
Die Gefahr eines Last-Minute-Transfers
Das einzige Risiko aus Kölner Sicht ist der Faktor Zeit. Da das Interesse aus der finanzstarken Premier League nicht abreißen dürfte – und El Mala selbst den Wunsch hinterlegt hat, auf die Insel zu wechseln –, droht eine Hängepartie. Der Poker könnte sich bis weit nach dem Finale der aktuell laufenden Weltmeisterschaft am 19. Juli oder im schlimmsten Fall gar bis zum Ende der Transferperiode ziehen.
Für El Mala, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für das WM-Turnier nominiert wurde, wäre das Warten verschmerzbar. Der Effzeh hingegen hätte bei einem derart späten Abgang kaum noch Zeit, die erhofften Ablöse-Millionen adäquat in neue Spieler zu reinvestieren. Dennoch bleiben die FC-Bosse entspannt: Man habe in dieser Frage keinen Druck, versicherte Türoff. Das Heft des Handelns liegt fest in Kölner Hand.
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