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Nach Frust-Pfiffen beim HSV: Köln-Boss wehrt sich gegen die aufkommende Panik

Nach der 1:2-Pleite beim Hamburger SV entlud sich der Frust der mitgereisten Anhänger in lautstarken Pfiffen. Nun hat sich Thomas Kessler zur unruhigen Stimmungslage geäußert.
VonMoritz Jonas
Nimmt nach den Fan-Pfiffen beim HSV den Druck vom Kessel Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler
Nimmt nach den Fan-Pfiffen beim HSV den Druck vom Kessel Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler | Selim Sudheimer/GettyImages

Die Stimmung rund um den 1. FC Köln ist bereits nach dem 4. Spieltag merklich angespannt. Statt des erhofften Befreiungsschlags kassierten die Rheinländer am Wochenende eine 1:2-Niederlage beim Hamburger SV. Für den HSV, der zuvor noch ohne Punkt und Tor am Tabellenende stand, fungierte Köln damit als unfreiwilliger Aufbaugegner.

Das brachte die mitgereisten FC-Fans nach dem Schlusspfiff auf die Barrikaden – es hagelte deutliche Pfiffe für das Team und den Cheftrainer.

Während Teile der Fans in den sozialen Netzwerken wüten und die mangelnde Punkteausbeute von aktuell vier Zählern beklagen, versucht die sportliche Führung die Wogen zu glätten. Thomas Kessler, Geschäftsführer Sport beim FC, reagiert auf die aufkommende Panik mit einem klaren Appell an die Erwartungshaltung des eigenen Anhangs.

Kessler fordert Geduld und zieht brisanten HSV-Vergleich

Wie die Bild berichtet, ging Kessler auf die Pfiffe nach dem Spiel mit deutlichen Worten ein: "Ich kann nur appellieren. Es hat niemand gesagt, dass es eine superleichte Saison wird und wir da einfach durchgleiten. Wir wissen um unsere Themen und dass wir daran arbeiten müssen.“

Der 40-Jährige, der vor der Saison einen massiven Kaderumbruch einleitete, verwies zudem auf die völlig gegensätzliche Stimmungslage beim Gegner.

"Hamburg hat es geschafft, trotz dreier schlechter Ergebnisse eine Stimmung zu erzeugen, wo die Fans schon sehr wohlwollend damit umgehen, dass der HSV sich im eigenen Stadion gegen den FC komplett hinten reingestellt hat“, so Kessler. Eine solche geschlossene Fan-Unterstützung im eigenen Stadion nach einem klassischen Fehlstart sei in Köln nahezu undenkbar.

Der Blick geht nach vorne

Steht bei den Fans des 1. FC Köln bereits heftig in der Kritik: Trainer Rene Wagner
Steht bei den Fans des 1. FC Köln bereits heftig in der Kritik: Trainer Rene Wagner | Selim Sudheimer/GettyImages

Auch wenn der Frust der Fans angesichts der verspielten Punkte gegen Gegner auf Augenhöhe (1:1 gegen Bremen, 1:2 beim HSV) nachvollziehbar ist, will sich Kessler von der allgemeinen Hektik nicht anstecken lassen. Der Fokus liegt nun darauf, die XXL-Länderspielpause zu nutzen, um die junge Mannschaft weiter zu stabilisieren.

Panikmache oder gar personelle Schnellschüsse auf der Trainerbank kommen für den Kölner Boss nicht infrage. Stattdessen bleibt die Devise am Rhein klar: Harte Arbeit und die nötige Zeit, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Als nächstes kommt es in der Bundesliga zum Derby mit der immer noch sieg- und punktlosen Borussia aus Mönchengladbach.


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